„Es trifft natürlich wohnungslose Menschen sehr doll”Der Sommerhitze ausgesetzt! So kann jeder Obdachlosen helfen

Diese Tipps machen den Unterschied!
Im Winter fragen sich viele Menschen, wie sie Obdachlosen helfen können. Es werden Schals, Mützen und Decken gesammelt, Suppen verteilt und es gibt Kältebusse. Doch auch im Sommer ist Hilfe wichtig, denn viele Obdachlose sind Sonne und Hitze schutzlos ausgeliefert.
Getränke und Sonnencreme sind besonders wichtig
„Wir haben jetzt auf jeden Fall Getränke dabei. Wir haben ein paar Sonnenschutzutensilien dabei, wie Hüte, Käppis und Sonnencreme”, erklärt Lea Coners. Als Sozialarbeiterin beim Diakonischen Werk in Hannover zieht sie während der heißen Sommermonate drei Mal pro Woche mit ihrem Kollegen durch die Innenstadt, um obdachlosen Menschen zu helfen. „Tatsächlich auch ein bisschen Mückenspray. Und auch noch mal ein paar Flyer für Leute, die irgendwie noch gar nicht wissen, was es für Angebote gibt.” Ein wichtiger Einsatz, denn heiße Temperaturen können gerade für Wohnungslose gefährlich werden.
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„Es trifft natürlich wohnungslose Menschen sehr doll, weil die dem einfach schutzlos ausgeliefert sind. (...) Die Schattenplätze sind natürlich auch begrenzt. Gerade an öffentlichen Orten”, erklärt die Sozialarbeiterin. Laut Robert Koch-Institut sind in diesem Jahr bundesweit rund 12.500 Menschen infolge von hohen Temperaturen gestorben. Eine eigene Statistik zu Hitzetoten unter Wohnungslosen gibt es nicht. Doch helfen kann jeder.
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Soforthilfe-Tipps, die jeder umsetzen kann
Flaschen mit Wasser an Obdachlose verteilen (zum Trinken oder auch zum Waschen)
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Gleiche Bedürfnisse, fehlender Zugang
„In erster Linie erst mal die Menschen anzusprechen und zu fragen, ob sie was brauchen, ob sie Wasser benötigen, anderweitig Hilfe benötigen, ob man was für sie tun kann”, rät Lea Coners. Besonders wichtig: „Wenn eine Person auf jeden Fall in der prallen Sonne liegt und nicht mehr ansprechbar ist und nicht wach wird und sehr tief schläft oder in dem Fall auch nicht mehr schläft, dann auf jeden Fall den Rettungswagen rufen.” Grundsätzlich gelte: „Wir brauchen Schatten, irgendwie kühle Orte, Möglichkeiten, uns abzukühlen, Sonnenschutz, Wasser – natürlich besonders wichtig. Also das unterscheidet sich eigentlich nicht anders. Nur der Zugang zu den Sachen, der ist natürlich sehr anders”, ist Lea Coners überzeugt.


