Kurioser FundKinder entdecken mysteriösen Goldschatz im Wald – stammt er von den Freimaurern?

Steckt eine geheime Loge dahinter?
Eigentlich wollten sie nur Schatzsuche spielen. Doch drei Geschwister im Grundschulalter stoßen bei einem Spaziergang mit ihren Eltern in Bayern auf einen Fund, der selbst erfahrene Ermittler überrascht. Jetzt gibt der rätselhafte Goldschatz der Polizei viele Fragen auf.
Kinder graben im Wald eine Plastiktüte aus – Goldschmuck im Wert von bis zu 20.000 Euro
Was als Familienausflug in der Nähe ihres Waldkindergartens bei Aschaffenburg begann, entwickelte sich zu einem echten Kriminalfall. Beim Spielen gruben die Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren in der Erde – und stießen auf eine alte Plastiktüte.
Wie Kriminalhauptkommissar Manuel Rosenberger von der Kripo Aschaffenburg der Bild erklärte, befand sich darin eine weitere Plastiktüte. In dieser lag ein Schraubglas, wie es früher für Diät-Obst verwendet wurde. Der Inhalt: rund 60 Goldringe und weitere Schmuckstücke wie Arm- und Halsketten, größtenteils aus 585er-Gold (14 Karat). Eine Schmuckgutachterin schätzt den Materialwert der Fundstücke laut Bild auf etwa 10.000 bis 20.000 Euro.

Freimaurer-Schmuck? Fund gibt Ermittlern Rätsel auf
Woher der Schmuck stammt, ist bislang völlig unklar. Nach Angaben der Ermittler führten bisherige Nachforschungen ins Leere. „Wir suchen die rechtmäßigen Besitzer. Die Firmen auf den Plastiktüten, eine für Bürobedarf aus dem Ort und eine Metzgerei aus Frankfurt, gibt es seit Jahren nicht mehr. Auch unsere Recherche bei den Seniorchefs mehrerer Juweliere hat keine Hinweise geliefert“, so Rosenberger. Mehrere Details machen den Goldschatz allerdings noch mysteriöser.

Besonders auffällig sind mehrere Schmuckstücke mit Symbolen der Freimaurer. Deshalb nahm die Kripo sogar Kontakt zu einer Freimaurerloge auf. Einer der Ringe zeigt das bekannte Zeichen aus Winkel und Zirkel, weitere Stücke sollen ebenfalls einen Bezug zur geheimen Verbindung haben. Neben dem Logenschmuck lagen auch mehrere gravierte Eheringe in dem Glas. Die Gravuren reichen nach Angaben der Polizei von 1921 bis 1955.
Ein Freimaurer äußerte laut Bild die Vermutung, dass ein Logenmitglied seinen Schmuck möglicherweise während der NS-Zeit versteckt haben könnte, als die Freimaurerei verboten war. Dass sich unter den Fundstücken aber auch Schmuck aus den 1950er-Jahren befindet, macht diese Theorie allerdings unwahrscheinlich.
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Kripo bittet um Hinweise
Zunächst prüften die Ermittler auch, ob es sich um Beute aus einem Raub handeln könnte. Bislang fanden sich dafür jedoch keine Anhaltspunkte. Auch Wochen später fehlt noch die heiße Spur, so ein Polizeisprecher nun zur dpa. Die Beamten sprechen derzeit zum einen mit Goldankäufern und Juwelieren, informieren sich aber auch bei Friedhöfen und Krankenhäusern. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Glas in den 80er- oder 90er-Jahren vergraben wurde. Zum Wert des Goldschmucks machte die Polizei keine Angaben.
Die Kriminalpolizei Aschaffenburg sucht weiterhin nach den rechtmäßigen Besitzern oder Menschen, die Hinweise zur Herkunft des außergewöhnlichen Schatzes geben können. Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 06021/857-1709 entgegen.
Verwendete Quellen: dpa, Polizei Bayern und Bild
































