Tennis-Star im RTL-Interview: Ein Baby mit Sophia Thomalla? Alexander Zverev über seinen großen Kinderwunsch
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„Klar, ich liebe sie." Überraschend privat spricht Alexander Zverev kurz nach dem größten Sieg seiner Karriere mit der RTL-Moderatorin Frauke Ludowig über seine Liebe zu Sophia Thomalla und seinen Kinderwunsch, aber auch über den Druck, der ihn an seine Grenzen gebracht hat.
Dieses Interview geht weit über Tennis hinaus. Überraschend privat spricht Alexander Zverev kurz nach dem größten Sieg seiner Karriere mit Frauke Ludowig über seine Liebe zu Sophia Thomalla, seinen Kinderwunsch, aber auch über den Druck, der ihn an seine Grenzen gebracht hat.
Alexander Zverev wirkt entspannt, nahbar und voller Leichtigkeit. Kaum zu glauben, dass es da diese harte Zeit gab. Heute spricht er so offen über Druck und mentale Krisen. Und: Er überrascht mit einer Liebeserklärung, die selbst seine schlagfertige Partnerin Sophia Thomalla sprachlos macht.
„Hallo, lieber Alexander. Herzlichen Glückwunsch erstmal. Paris ist ja noch nicht so lange vorbei. Hast du es verdaut, was da passiert ist, was auf dich eingeprasselt ist?“
„Ja und Nein. Natürlich. Die Emotionen und die Gefühle. Einer der schönsten Momente in meiner Tenniskarriere, oder generell in meinem Leben.“
Vor drei Wochen gewinnt Zverev die French Open, sein erstes Grand-Slam-Turnier – den größten Titel seiner Karriere. Seine Freundin Sophia Thomalla fehlt. Warum er sie bewusst nicht beim Finale dabeihaben wollte, verrät er später selbst.
Tennis ist sein Leben. Schon immer. Alexander Zverevs Eltern waren selbst Profispieler. Sie stammen aus Russland – deshalb wird er auch Sascha genannt, die Koseform seines Vornamens. Er wächst in Hamburg auf und feiert dort seine ersten Erfolge auf dem Platz. Heute schreibt er Geschichte: Als erster Mensch mit Diabetes gewinnt Alexander Zverev die French Open.
„Paris. Hast du eben schon gesagt. Alexander, du hast dir das so sehr gewünscht. Und das wussten wir auch alle. Wie groß ist eigentlich der Druck?“
„Der Tag vom Finale war eigentlich kein schöner Tag für mich. Ich habe es nicht so richtig genießen können, bis das Match vorbei war. Das hat mir sehr, sehr viel Druck gemacht. Und ich war auch sehr nervös. Ich war sehr angespannt, deswegen habe ich auch Krämpfe bekommen am Ende des Matches. Es war kein physischer Krampf. Es war wirklich von der Anspannung her.“
Druck war für Alexander Zverev jahrelang Antrieb. Bis genau dieser Druck ihn fast erdrückt. Nach den Australian Open Anfang 2025 fängt es an. Plötzlich macht selbst Tennis keine Freude mehr.
„Meine Eltern, mein Trainerteam und auch meine Partnerin, die haben es alle gesehen und die haben mich immer gefragt: ,Was ist denn los?‘ Schlechte Laune war auch dort. Und ja, ich war auch ein schwieriger Mensch. Es war nicht schön, um mich herum zu sein.“
Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass der Tennisstar seine mentalen Probleme auch der Weltöffentlichkeit offenbart.
„Ich habe mich teilweise auf dem Platz wirklich sehr, sehr alleine gefühlt. Also da hat auch ein Trainer nicht geholfen. Und da haben meine Eltern mir nicht helfen können. Dann konnte auch eine Partnerin nicht helfen, weil du warst ein bisschen verloren.“
„Hast du dir professionelle Hilfe geholt in Form von Therapien?“
„Ich habe wirklich Therapie geholt, was das Leben anging. Also dass Tennis wirklich nicht alles im Leben ist, dass man andere Sorgen hat, dass man andere auch Glücksgefühle hat im Leben und auch wirklich das Leben wertschätzen muss.“
Heute setzt er sich öffentlich, wie hier beim World Changer Event in Kitzbühel, für mentale Gesundheit ein. Geholfen haben ihm auch Menschen, die ihm besonders wichtig sind: seine fünfjährige Tochter Mayla aus einer früheren Beziehung mit Brenda Patea – und seine Partnerin Sophia Thomalla. Hier in Kitzbühel ist die Moderatorin dabei. Bei den French Open nicht. Erst nach dem Sieg reist sie an.
„Riesenrespekt, was das angeht. Für sechs Stunden nach Paris zu kommen, einfach nur, um dabei zu sein. Und diese Glücksgefühle auch zu teilen. Unfassbar schön von ihr. Warum sie nicht beim Finale war? Ich wollte nicht, dass sie zum Finale kommt. Ich möchte immer: Entweder sind alle von Anfang an dabei oder gar nicht. Und dass sie das so akzeptiert und dann trotzdem zur Feier kommt – das zeigt eigentlich alles.“
Und dann überrascht uns der 29-Jährige mit Worten, die berühren.
„Sophia ist unfassbar schlau. Klar, ich liebe sie. Und sie ist seit fast fünf Jahren meine Partnerin. Aber an allererster Stelle: Ich habe unfassbar viel Respekt vor ihr. Für mich ist sie einer der schlausten Menschen, die ich je kennengelernt habe, weil sie genau solche Sachen auch versteht. Sie weiß, wann man in Ruhe gelassen werden möchte. Sie weiß auch, wann die Unterstützung da sein sollte. Für mich ist sie eine unfassbare Hilfe, was mein Leben auch angeht.“
Natürlich wollen wir wissen, was Sophia dazu sagt.
„Er hat im Interview mit Frauke so toll über dich gesprochen. Also wirklich ganz, ganz, ganz bezaubernd.“
„Guck mal da. Siehst du? Hat sich ja gelohnt.“
„Wie wichtig ist es in einer Beziehung, dass man sich manchmal sagt, wie man sich liebt oder was man an dem anderen toll findet?“
„Ich finde, beides ist wichtig. Dass man sich gegenseitig sagt, was toll ist, aber dass man sich auch gegenseitig sagen kann, was nicht so toll ist.“
Gemeinsam haben sie Höhen und Tiefen erlebt. Heute wirken die zweifachen Dackeleltern so eingespielt, dass wir uns eine Frage nicht verkneifen können.
„Wünschst du dir eigentlich noch mehr Kinder?“
„Ja. Ja, ja. Ich wünsche mir eine riesige Familie.“
„Und wann?“
„Das musst du Sophia fragen.“
„Der Sascha hat gesagt: ,Ich wünsche mir noch viele, viele Kinder.‘ Sophia, was sagst du dazu?“
„Üben, üben, üben. Das ist das Einzige, was ich dazu sagen.“
„Macht ihr ja auch, denke ich mal.“
„So. Ich hab Hunger.“
„Ich liebe Kinder. Ich liebe riesige Familien.“
„Aber du kannst dir schon vorstellen, dass man alles miteinander verquickt. Also den Job, der anspruchsvoll ist von Sophia, der auch. Und die Familie ...“
„Ich glaube, das wird normal sein, dass einer dann etwas weniger machen muss. Das ist, glaube ich, einfach so. Weil wir sonst mit Kindern und unserem Job sehen wir uns gar nicht mehr wieder. Deswegen ja. Aber ich baue da auch 0,0 Druck auf.“
„Die Beziehung in der Öffentlichkeit. Wie lebt sich die?“
„Klar. Über uns wird immer mal wieder geschrieben und spekuliert, von was weiß ich nicht wem, was 99 Prozent gar nicht stimmt. Aber ich finde, dass wir uns aus der Öffentlichkeit raushalten. Wir lassen unser Privatleben privat.“
Gerade deshalb sagen wir Danke. Für ein Interview, das weit über Tennis hinausgeht. Für ehrliche Einblicke, große Gefühle und ein kleines Match.
