Seine Flucht endet in VenezuelaMutter im Keller gefesselt und geknebelt: Sohn (32) flieht ins Ausland

Monatelang soll er seine eigene Mutter gequält haben – dann setzt er sich ins Ausland ab.
Ein 32-jähriger Deutscher soll die Frau in ihrem Haus in Baden-Württemberg eingesperrt, gefesselt und geschlagen haben, um an ihr Vermögen zu gelangen. Als er sich vor Gericht verantworten soll, taucht er unter. Jetzt ist die Flucht offenbar vorbei: Der international gesuchte Mann wurde in Venezuela festgenommen.
Mutter geknebelt und geschlagen
Ein Deutscher ist in Venezuela festgenommen worden, weil er seine Mutter rund einen Monat lang in einem Keller in Baden-Württemberg eingesperrt haben soll. Wie die Polizei des südamerikanischen Landes mitteilte, wurde der 32-Jährige in einem Wohngebiet im nördlichen Bundesstaat Carabobo, westlich der Hauptstadt Caracas, aufgespürt. Zunächst hatte Bild berichtet.
Auch die deutschen Behörden bestätigen seine Festnahme. Nach Angaben des Amtsgerichts Konstanz ist eine Auslieferung des Mannes beantragt worden.
Video-Tipp: Erdbeben reißt Menschen von den Beinen! Video zeigt Venezuela-Horror
Der 32-Jährige soll im Herbst 2024 seine Mutter im Keller ihres Hauses in Owingen (Bodenseekreis) eingesperrt und zeitweise an einen Stuhl gefesselt haben, um an ihr Geld und ihr Haus zu gelangen. Im April sollte er sich vor dem Amtsgericht in Konstanz verantworten, erschien jedoch nicht. Er wurde dann zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.
Lese-Tipp: Deutsche Auswanderer ermordet! RTL trifft Angeklagten Yves S. im Gefängnis
Mutter schrie um Hilfe
Die Staatsanwaltschaft in Konstanz wirft ihm unter anderem Menschenraub, räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung vor. Laut Anklage soll der 32-Jährige seine Mutter geschlagen, geknebelt und wiederholt gefesselt haben. Sein Ziel sei gewesen, dass sie ihm eine Generalvollmacht ausstellt, damit er über ihr Vermögen verfügen kann. Der Sohn soll von seiner Mutter verlangt haben, ihm das Haus zu überschreiben und 2.200 Euro zu geben. Schließlich konnte die Frau durch laute Schreie auf sich aufmerksam machen und wurde befreit.
Flucht ins Ausland
Nachdem der Angeklagte im April in Konstanz nicht vor Gericht erschienen war, hatte die Richterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Damals wurde vermutet, dass der Mann sich nach Mexiko abgesetzt hat.
Laut der internationalen Polizei Venezuelas wurde der Gesuchte in der Wohnsiedlung Valle de Oro nahe der Stadt Valencia festgenommen. Sein Aufenthaltsort konnte demnach durch Ermittlungen vor Ort, die Analyse von Telefonverbindungen sowie eine Überwachung ausfindig gemacht werden.
Verwendete Quelle: dpa


