Gefährlicher Staub freigesetztAsbest-Alarm in Leverkusen! Bewohner müssen aus Haus raus – und ihre Kleidung ablegen
Plötzlich steht die Feuerwehr vor der Tür.
Rund 45 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Leverkusen müssen ihre Wohnungen sofort verlassen. Bei Sanierungsarbeiten im Gebäude sind offenbar Asbestfasern freigesetzt worden. Und damit nicht genug: Selbst ihre Kleidung müssen die Betroffenen erstmal abgeben.
Asbest ist stark gesundheitsgefährdend
Der Grund für die drastischen Maßnahmen: Sanierungsarbeiten, die in unbewohnten Wohnungen des Mehrfamilienhauses durchgeführt wurden. Dabei werden offenbar Asbestfasern aufgewirbelt, die sich wohl auch im Flur des Gebäudes verteilen.
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Am späten Abend ziehen Feuerwehr und Stadt deshalb Konsequenzen: Das Haus wird vorsorglich evakuiert, rund 45 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Gegenüber RTL erklärt die Feuerwehr, warum dabei kein Risiko eingegangen werden soll.
Asbest könne über die Lunge aufgenommen werden. Besonders gefährlich sei, dass sich die Fasern dort sammeln und vom Körper nicht selbstständig abgebaut werden könnten. Dabei gehe es weniger um akute Beschwerden als um mögliche Langzeitschäden.
Hausbewohner müssen ihre Kleidung ablegen
Doch mit dem Verlassen ihrer Wohnungen ist es für die Betroffenen nicht getan. Weil sich der Asbeststaub auch auf der Kleidung festgesetzt haben könnte, müssen die Bewohner diese ebenfalls ablegen.
Dafür baut die Feuerwehr spezielle Zelte auf. In einem geschützten Bereich wird die Kleidung abgelegt, möglicherweise betroffene Hautstellen werden mit Wasser gereinigt. Anschließend bekommen die Bewohner Schutzanzüge der Feuerwehr. Ihre eigenen Sachen müssen zunächst gereinigt werden.
Asbest ist für Bewohner häufig kaum zu erkennen, weil das Material im Inneren von Gebäuden verbaut sein kann. Gefährlich können die feinen Fasern vor allem dann werden, wenn asbesthaltiges Material bei Bau- oder Sanierungsarbeiten beschädigt wird und Fasern in die Luft gelangen.

Spezialfirma reinigt Haus in Leverkusen nach Asbest-Fund
Inzwischen dürfen nur noch Profis in das betroffene Mehrfamilienhaus. Eine Fachfirma kümmert sich darum, das Gebäude gründlich zu reinigen. Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, bleiben die rund 45 Bewohner in einem Hotel oder privat untergebracht.
Immerhin gibt es eine vorsichtige Entwarnung: Dass Bewohner tatsächlich Asbest eingeatmet haben und dadurch gesundheitlich gefährdet sind, schätzt die Stadt nach aktuellem Stand als sehr unwahrscheinlich ein.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Stadt Leverkusen
































