Vermutlich im Gepäck eines Fluggastes gereistSchlangenalarm im Flugzeug! Blinder Passagier versteckt sich in Frachtraum

Ssssstundenlange Verspätung!
Als Passagiere am Flughafen Melbourne gerade beim Boarding sind, wird ein ungebetener Gast entdeckt: Im Frachtraum eines Virgin Australia Flugs schlängelt ein etwa 60 Zentimeter langes Reptil! Alarm an Bord von VA337 - ein Schlangenfänger wird gerufen. Denn in Australien leben einige der giftigsten Tiere der Welt und noch ist unklar, welche Schlangenart sich hier als blinder Passagier ausgibt.
Schlange an Bord von VA337 entdeckt
Der Inlandsflug in Richtung Brisbane bleibt am Dienstag (1. Juli) erst einmal am Boden. Schlangenfänger Mark Pelley wird zum Flughafen gerufen. Etwa 30 Minuten braucht er zum Ort des Geschehens, wird dann aber noch an der Sicherheitskontrolle aufgehalten, berichtet AP. Während er zum Flugzeug eilt, versteckt sich die Schlange zum Teil hinter der Verkleidung des Frachtraums. Nur noch etwa eine Hälfte ihres Körpers ist sichtbar.
Der Australier geht beim ersten Anblick davon aus, es mit einer giftigen Schlangenart zu tun zu haben. Pelley erklärt der Fluggesellschaft und einem Flugzeugingenieur, dass er die Maschine evakuieren müsse, sollte die Schlange im Flugzeug verschwinden. Der erfahrene Schlangenfänger weiß: Er hat genau einen Versuch, das schnelle Reptil zu packen, ansonsten wird sie sich noch tiefer ins Innere des Flugzeugs zurückziehen.
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Schlangenfänger Mark Pelleys ungewöhnlicher Einsatz in einem Flugzeug
Pelley hat Glück: Tatsächlich gelingt es dem Schlangenfänger direkt beim ersten Mal, das Tier zu fangen und sicher in einer Plastikbox zu verstauen. Er beschreibt seinen Einsatz lachend im australischen Frühstücksfernsehen: „Das war im Vergleich zu sonst einfach. Normalerweise muss ich erst Sachen auseinandernehmen. Meine Mutter meinte, ich sei gut darin, Dinge zu zerstören und kaputtzumachen. Jetzt habe ich das zu meinem Beruf gemacht.”
Es stellt sich heraus, dass es sich bei der eingefangenen Schlange um eine ungiftige Art handelte: eine sogenannte grüne Baumschlange. Sie habe sich vermutlich unbemerkt in das Gepäck eines Passagiers geschlichen, der zuvor mit der Maschine aus Queensland unterwegs gewesen sei, vermutet der Schlangenfänger. Aus Quarantänegründen kann sie nicht wieder einfach ausgewildert werden, sondern ist jetzt bei einem Tierarzt in Melbourne untergebracht, bis ein neuer Besitzer für sie gefunden wird.
Der Flug kann schließlich mit zwei Stunden Verspätung endlich abheben - ohne blinden Passagier. (lha)
































