„Untragbar“Absoluter Durchhänger! Babytrage fällt bei Stiftung Warentest durch

Hände frei, Baby ganz nah.
Ohne Babytrage oder Tragetuch können sich viele Eltern den Alltag gar nicht vorstellen. Doch der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt: Nicht jede Trage hält, was sie verspricht. Von 14 getesteten Tragesystemen schneiden zwar acht insgesamt „gut“ ab – bei ein paar Modellen gibt es aber Probleme.
Darum ist die Sitzhaltung bei Babytragen entscheidend
Getestet wurden neun Vollschnallen-Tragen, zwei Kombi-Tragen und drei Tragetücher, unter anderem von namhaften Herstellern wie Ergobaby, Babybjörn oder Manduca. Die Preise lagen zwischen 38 und 250 Euro, die Bewertungen zwischen „tragfähig und untragbar”. Im Fokus standen unter anderem Ergonomie, Handhabung, Sicherheit, Haltbarkeit und Schadstoffe. Dafür wurde mit zwei Dummypuppen getestet: einem „Neugeborenen” (3,5 Kilo, 53 Zentimeter) und einem „Kleinkind” (9 Kilo, 76 Zentimeter).
Besonders wichtig: Sitzt das Baby so, dass Hüfte, Rücken und Kopf gut gestützt werden? Denn gerade in den ersten Lebensmonaten wird die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung empfohlen. Dabei sitzt der Po des Babys tief, die Beinchen sind leicht angezogen und gespreizt. So kann die noch nicht fertig ausgebildete Hüfte in den ersten Lebensmonaten gesund wachsen. Stiftung Warentest betont: Diese Haltung unterstützen alle drei Tragetücher im Test sowie mehrere gute Tragen – aber eben längst nicht alle.
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Diese Babytragen sind nichts für die Kleinsten
Die Babybjörn Baby Carrier Harmony 3D Mesh Grey Beige landet mit „befriedigend“ (2,7) unter den drei schwächsten Modellen im Test. Sie kostet rund 221 Euro – und ist damit alles andere als ein Schnäppchen. Der Knackpunkt: Für Neugeborene ist sie laut Stiftung Warentest nicht geeignet. Denn die Trage bringt die Babybeine nicht ausreichend in die empfohlene Anhock-Spreiz-Haltung. Warentest empfiehlt sie deshalb erst für Babys ab etwa sechs Monaten, obwohl der Anbieter sie ab Geburt beziehungsweise ab 3,2 Kilogramm ausweist.
Auch bei der Infantino Flip 4-in-1 convertible carrier in Grau (ca. 38 Euro) gibt’s Kritik: Sie ist mit der Note 3,5 gerade noch „befriedigend“. Laut Test ist auch dieses Modell erst ab etwa sechs Monaten geeignet. Der Sitzsteg ist so schmal, dass die Beinchen kleiner Babys herabhängen. Außerdem stützt die Trage das noch wackelige Köpfchen der Kleinsten nicht ausreichend. Deshalb empfiehlt Stiftung Warentest die Trage erst, wenn Babys mehr eigene Kopf- und Rumpfstabilität mitbringen.
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Schadstoffe im Testverlierer
Ganz hinten landet die Fillikid Walk Bauchtrage in Schwarz für rund 43 Euro. Das Urteil: „mangelhaft“ (4,7).
Auch hier gibt es laut Stiftung Warentest Ergonomie-Fehler: Bei Neugeborenen hängen die Beinchen herab, Kopf und Rumpf werden nicht genug gestützt. Laut Stiftung Warentest ist auch der Testverlierer deshalb erst ab etwa sechs Monaten geeignet – obwohl der Anbieter sie ab Geburt beziehungsweise ab 3,5 Kilogramm ausweist.
Die Trage ist außerdem die einzige, die wegen Schadstoffen auffällt: Im Obermaterial fand das Labor deutlich mehr PFAS, als die EU erlaubt. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien bauen sich in der Umwelt kaum ab. Laut Stiftung Warentest geht von den im Material gebundenen PFAS zwar kein direktes Gesundheitsrisiko für Kinder aus – in die Umwelt gelangen können sie trotzdem. Deshalb ist auch das Schadstoffurteil „mangelhaft“.
Verwendete Quelle: Stiftung Warentest


