„Stinkt uns“Öko-Test kritisiert Baby-Wundschutzcreme von beliebter Marke

Baby wird auf dem Wickeltisch von einer Frau gewickelt.
Manche Inhaltsstoffe haben an wunden Babypos nichts verloren, findet Öko-Test.
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Muss das so – an Babys Po?!
Wenns im Windelbereich rot und wund wird, greifen viele Eltern ganz selbstverständlich zur Wundschutzcreme. Doch ausgerechnet bei einem Markenriesen hat das Team von Öko-Test jetzt etwas entdeckt, das es überhaupt nicht begeistert.

Elf Wundschutzcremes sind „sehr gut”

Für die aktuelle Untersuchung hat Öko-Test 19 Wundschutzcremes aus Drogerien, Supermärkten, Bioläden und dem Onlinehandel geprüft, darunter acht mit Naturkosmetik-Zertifikat. Im Labor suchten die Expertinnen und Experten unter anderem nach problematischen Duftstoffen, Schwermetallen und fragwürdigen Werbeversprechen.

Die gute Nachricht: Die meisten Produkte schneiden „sehr gut“ ab. Zu den Testgewinnern gehören auch die beiden günstigsten Cremes im Test: die Babydream Wundschutzcreme sensitiv von Rossmann (1,00 Euro pro 75 ml) und die
Bübchen Baby Wundschutz Creme sensitiv (1,08 Euro pro 75 ml)

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„Völlig unnötige Belastung”

Eine Sache passt Öko-Test gar nicht: „Stinkt uns”, lautet die Ansage. Denn Parfüm habe nach Ansicht des Test-Teams nichts am Babypo verloren und sei eine „völlig überflüssige Belastung für die ohnehin schon sensible und wunde Babyhaut.” Die Baby Wundschutzcreme von Nivea (4,06 Euro pro 75 ml) enthält aber nicht nur Duftstoffe, sondern ist auch als „hypoallergen” ausgelobt. Das hält Öko-Test für eine missverständliche Aussage – schließlich sei der Begriff laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund nicht konkret definiert, das Produkt könnte deshalb trotzdem allergene Stoffe enthalten. Somit reicht es nur für ein „befriedigend”.

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Die ebenfalls „befriedigende” Töpfer Babycare Wundschutzpaste (4,35 Euro pro 75 ml) enthält zwar kein Parfüm, dabei aber offenbar ein Schwermetall. Im Labor wurde Blei nachgewiesen – und zwar in einem Gehalt, der über dem Orientierungswert des Bundesamts für Verbraucherschutz liegt.

Zwar betont Öko-Test, dass daraus nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko entsteht. Trotzdem könnten Hersteller bei solchen Überschreitungen aber offenbar mehr tun, um die Menge an möglicherweise gesundheitsgefährdenden Stoffen in ihren Produkten zu reduzieren. Immerhin: Der Hersteller informierte das Magazin, dass die Rezeptur ersetzt werden soll.

Verwendete Quelle: Öko-Test