RTL Docs SprechstundeWas passiert, wenn ein Brustimplantat reißt? Ärztin zeigt es im Video
Brustimplantate können viele Jahre im Körper bleiben – eine lebenslange Garantie gibt es aber nicht.
Die Plastisch-Ästhetische Chirurgin Dr. Britta Kuehlmann zeigt, was bei einem Riss passieren kann und warum ein Implantat möglicherweise irgendwann ausgetauscht werden muss. Außerdem beantwortet sie die wichtigsten Fragen zu Botox, Hyaluron, Bruststraffungen und Schönheits-OPs im Ausland.
Inhaltsverzeichnis
- Wie kann man einem schlaffen Hals gegensteuern?
- Gibt es außer Facelifts andere Alternativen zur Faltenbehandlung?
- Gibt es eine Altersempfehlung bei Botox und Hyaluron?
- Lösen sich Botox und Hyaluron selbst auf?
- Wie lange hält das Ergebnis einer Bruststraffung?
- Gibt es auch andere Alternativen als eine OP für eine Bruststraffung?
- Ist eine Brustvergrößerung mit Eigenfett risikoärmer?
- Muss man Brustimplantate irgendwann wieder austauschen?
- Welche OPs kann man im Ausland machen, um Geld zu sparen?
Wie kann man einem schlaffen Hals gegensteuern?
Die Haut am Hals erschlafft nicht erst, wenn wir 50 Jahre alt sind. „Wir haben mit 25 schon einen Kollagenverlust von einem Prozent. Ab 40 potenziert sich das noch mal”, erklärt die Plastisch-Ästhetische Chirurgin Dr. Britta Kuehlmann bei Punkt 12. „Man muss beim Hals immer überlegen: Ist es die Haut, die erschlafft ist? Ist es ein Fettpolster oder die tiefer liegenden Strukturen? Wenn das gerade anfängt, dann kann man schon so ein bisschen was machen mit Botox oder Bio-Stimulatoren. Schön verdünnt in den Hals.”
Bio-Stimulatoren können hierbei die eigene Kollagensynthese wieder anregen. Botox könne man in die vertikalen Stränge am Hals geben. Wer waagerechte Falten am Hals habe, könne auch mit Bio-Stimulatoren dagegen angehen. Hänge der Hals im Laufe des Alters und man störe sich daran, könne man dann über ein Halslifting nachdenken.
Gibt es außer Facelifts andere Alternativen zur Faltenbehandlung?
„Generell müssen wir hier auch wieder gucken, um welche Falten es sich handelt und wie tief sind die Falten”, sagt Kuehlmann. „Wenn das Gesicht hängt, dann habe auch ich keinen Zauberstab. Dann habe ich mein Skalpell und dann hilft ein Facelift. Aber wenn das Gesicht, die Haut noch gar nicht so erschlafft ist, es mir aber um einige Falten geht, die zum Beispiel durch das Sprechen kommen, die Zornesfalte und Co, dann kann man sehr schön akzentuiert mit Botox arbeiten.”
Seien die Falten ein bisschen tiefer, sei ein wenig Hyaluron hilfreich. „Und wenn wir früh anfangen wollen, etwas für die Straffheit unseres Gesichtes zu tun, dann bin ich wieder bei den Bio-Stimulatoren, die wirklich einen schönen, regenerativen Effekt haben und die Kollagensynthese wieder anregen können.“
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Gibt es eine Altersempfehlung bei Botox und Hyaluron?
„Auch da gibt es keine Zauberformel. Man muss eher fragen: Für welche Indikation ist das? Es gibt Patienten und Patientinnen, die tatsächlich schon in sehr jungem Alter eine sehr ausgeprägte Mimik haben. Meistens, weil sie es bei den Eltern gesehen haben. Man lernt Mimik auch viel von den Eltern und wenn dann zum Beispiel die Zornesfalte schon sehr tief ist und schon anfängt, statisch starr zu sein, ohne dass man das Gesicht überhaupt bewegt, dann kann man auch in jüngeren Jahren, so mit 25, sagen okay, dann machen wir da ein bisschen Botox hin, um dem Ganzen wieder eine sanftere Oberfläche zu geben. Und das Schöne ist: Das Gehirn verlernt auch irgendwann, diesen Muskel anzusteuern. Und dann hat man nicht mehr diesen ausgeprägten Zornesblick.“
Lösen sich Botox und Hyaluron selbst auf?
„Botox und Hyaluron sind zwei unterschiedliche Dinge. Botox ist ein Nervengift, das die Muskulatur beruhigt. Hyaluron ist ein Füllstoff. Botox wird vom eigenen Körper nach drei bis vier Monaten abgebaut. Hyaluron kann je nach Stärke des Hyalurons zwischen acht und zwölf Monate im Körper bleiben. Wir bestehen auch aus Hyaluron. Das, was wir spritzen, ist aber chemisch anders vernetzt. Das heißt, es ist nicht eins zu eins gleich mit dem von unserem Körper. Und deswegen kann es auch mal sein, dass das, obwohl der Effekt nicht mehr da ist, auch über ein paar Jahre noch so ein bisschen leicht Hyaluron nachweisbar ist. Also auch hier kann man nie sagen, wie viel sich abbaut. Aber generell lassen sie sich über die Zeit abbauen.“
Habe einem der Effekt von Botox oder Hyaluron gefallen, könne man dann nachlegen, also die Behandlung wiederholen.
Wie lange hält das Ergebnis einer Bruststraffung?
„Bei der Bruststraffung verändern wir dauerhaft die Form der Brust. Meist ist das, nachdem die Patientinnen viel abgenommen haben, jetzt vor allen Dingen nach der Abnehmspritze oder nach einer Schwangerschaft. Dann hängen die Brüste, weil wir einen sehr starken, erschlafften Hautmantel haben und wenig Fettgewebe drin. Das wird dann sehr schön verändert und wieder gestrafft. Aber auch hier unterliegt das natürlich den natürlichen Alterungsprozessen. Die Haut kann über die Jahre wieder erschlaffen, man kann wieder zunehmen, man kann Gewichtsschwankungen haben und dann kann es auch sein, dass die Brust wieder leicht absackt, aber sie ist schon mal etwas gerichteter und das hält schon recht lange.“
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Gibt es auch andere Alternativen als eine OP für eine Bruststraffung?
„Wenn ich jetzt ganz ehrlich sein soll und als Fachärztin für Plastische Chirurgie antworte, sage ich nein”, so Kuehlmann. „Ich habe Patientinnen, da geht die Brust, wenn der BH aufgemacht wird, bis zum Bauchnabel. Das sind so schwere Brüste, die haben Einschnürungen von den BH-Trägern. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen sind dadurch bedingt. Da kann man natürlich ein bisschen Muskeltraining machen, aber das Gewicht bleibt ja da. Das muss man sich vorstellen als hätte man hier ein Seil und zwei schwere fünf Liter Eimer. Sehr belastend. Das Einzige, was wirklich hilft, ist eine Bruststraffung, bei der ich neben der Hautstraffung auch noch Fettdrüsengewebe rausnehme.“
Ist eine Brustvergrößerung mit Eigenfett risikoärmer?
„Es gibt natürlich noch andere Methoden zur Brustvergrößerung. Und die zwei gängigsten sind entweder das Brustimplantat oder die Eigenfettmethode. Keine ist zu hundert Prozent sicher. Wenn ich mit Eigenfett die Brüste vergrößere, muss ich meine Patientin immer stark aufklären, dass das Eigenfett keine hundertprozentige Angehrate hat. Das muss ich immer dazwischenquetschen.“

Muss man Brustimplantate irgendwann wieder austauschen?
„Implantate haben keine lebenslange Gewähr. Früher wurde das nämlich gesagt: Einmal Implantate, immer Implantate. Das stimmt nicht. Auch die verändern sich mit dem Körper und der Körper selbst verändert sich ja auch. Also ich sage meinen Patienten schon auch, je früher sie anfangen mit dem Brustimplantaten, dass es gut sein kann, dass wir nach 15 oder 20 Jahren vielleicht mal über einen Wechsel nachdenken sollten. Das sage ich aber eher, weil auch die Haut mit erschlafft und dann alles so ein bisschen erschlafft. Wenn die keine Probleme machen, die Brustimplantate, können die theoretisch auch drin bleiben, aber Brustimplantate können rotieren, sich umdrehen und das wäre bei so einem anatomischen Implantat blöd, weil die nach unten hängen. Und wenn die sich drehen, dann haben sie eine sehr interessante Brust.“
Was passieren kann, wenn ein Implantat reißt, zeigt Dr. Britta Kuehlmann oben im Video.
Welche OPs kann man im Ausland machen, um Geld zu sparen?
„Natürlich gibt es im Ausland auch gute Operateure. Wichtig ist, da ganz genau auf die Qualifikation zu schauen: Ist das wirklich ein Arzt für Plastische Chirurgie, ein Facharzt? Ist der in der Gesellschaft für Plastische Chirurgie? Da muss man wirklich sehr viel Eigeninitiative betreiben. Wie ist die Klinik aufgestellt? Ist die sauber, entspricht die den Hygienemaßnahmen? Hat die Klinik die Zertifikate, die sie braucht. Aber ich bin ehrlich gesagt mit dem Ausland immer sehr im Zwiespalt, weil die Nachkontrollen da nicht stattfinden. Und dann kann ein vermeintlich geglaubter günstiger OP-Eingriff sehr teuer werden, wenn eine Komplikation entsteht und die dann in Deutschland versorgt werden muss.“
Verwendete Quelle: RTL
































