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Botox

Das Wort Botox ist eine Abkürzung für Botulinumtoxin. Es handelt sich um Nervengifte, die in unterschiedlichen, medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen.

Botox picture alliance / Zoonar | Elnur Amikishiyev

Der Begriff Botox ist eine Abkürzung. Sie steht für Botulinumtoxin. Es handelt sich hierbei um einen Sammelbegriff für die stärksten bekannten Nervengifte. Bekannt sind sie hauptsächlich aus der ästhetischen Medizin. Aber sie kommen ebenfalls zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen zum Einsatz. Die durch Botox verursachten Vergiftungserscheinungen nennen sich Botulismus. Diese treten auf, wenn Patienten vorher verdorbene, falsch konservierte Lebensmittel konsumierten. Ein Bakterium mit dem Namen Clostridium difficile sondert dieses Gift ab. Es bewirkt eine Übertragungshemmung der Erregungen von Nervenzellen. Bei unkontrolliertem Einsatz kann dies zur Muskelschwäche führen. Im schlimmsten Fall setzt ein Stillstand der Lungenfunktion ein, was zum Tod führt.

Botox in der Medizin

Botox erreichte hohe Popularität durch seinen Einsatz bei der kosmetischen Behandlung von Falten. Hier verwenden Mediziner Botulinumtoxin A. Sogenannte Mimikfalten verschwinden aufgrund einer Entspannung der Muskulatur an der behandelten Stelle. Die Einsatzgebiete sind allerdings deutlich vielseitiger. So verringert Botox beispielsweise starkes Schwitzen, die sogenannte Hyperhidrosis. In der Neurologie hilft es gegen unkontrollierte Muskelbewegungen und Lidkrämpfe. Der Arzt spritzt das Nervengift hierfür in die betroffenen Muskeln. Die daraufhin einsetzenden Lähmungserscheinungen verringern Krämpfe und Störungen. Außerdem kann Botox chronische Migräne verringern. Hierbei injiziert es der Arzt in mehrere Stellen der Schulter-, Nacken- und Kopfmuskulatur. Dies lindert Symptome und Anfälle.

Risiken von Botox

Da es sich bei Botox um ein Nervengift handelt, birgt die Behandlung einige Gefahren. Nebenwirkungen gibt es selten, solange eine professionelle Anwendung vorliegt. Lediglich Rötungen oder blaue Flecken an den Einstichstellen können auftreten. Gefährlicher ist eine zu hohe Dosierung. Dann sind Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen und Einschränkungen in der Mimik zu beobachten. Erst wenn das Nervengift bei fehlerhafter Zugabe in die Blutbahn gelangt, besteht Lebensgefahr. Dann müssen Ärzte sofort das Gegengift injizieren. Zusätzlich ist eine Beatmung des Patienten notwendig. Botox schränkt die Lungentätigkeit ein und somit steigt hier die Gefahr des Atemstillstands. Solche Fälle treten bei der lokalen Anwendung in der Muskulatur jedoch selten auf. Dennoch ist es wichtig, dass nur professionelle Mediziner Eingriffe mit dem Gift vornehmen.