Überraschung für eingefleischte FansDiese Burger-Pattys gewinnen bei Stiftung Warentest

Ein vegetarischer „Veggie”-Burger, Pommes frites im Hintergrund
Welche fertigen Burger-Pattys schmecken am besten?
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Erstaunliches Ergebnis!
Passend zur Grillsaison hat Stiftung Warentest 20 fertige Burger-Pattys unter die Lupe genommen – und welche da auf dem Siegertreppchen landen, hätte das Test-Team offenbar selbst nicht erwartet...

Veggie oder Fleisch - wie gut sind fertige Pattys?

Stiftung Warentest hat zehn Burger-Pattys aus Rindfleisch und zehn aus pflanzlichen Zutaten bei Supermärkten und Discountern eingekauft – sowohl tiefgekühlt als auch frisch aus dem Kühlregal. Getestet wurde nicht nur die Sensorik, also Geschmack, Geruch, Aussehen und Konsistenz, sondern auch die inneren Werte. Die Produkte wurden im Labor auf Krankheitserreger und Keime, antibiotikaresistente Bakterien, Schadstoffe, Fleischqualität sowie ihren Fett- und Kaloriengehalt untersucht. Außerdem wurde gecheckt, ob die Kennzeichnung auf der Verpackung korrekt ist.

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„Hat uns wirklich überrascht”

Wer hätte das gedacht: Zehn der Pattys sind „sehr gut” – und sieben davon sind vegan! „Das bessere Abschneiden der Veggie-Pattys hat uns wirklich überrascht”, erklärt Warentest-Ernährungsexpertin Ina Bockolt. „Zum einen, weil Rindfleisch-Pattys einfach etabliert und beliebt sind, und zum anderen auch, weil die Veggie-Burger bei unserem ersten Test 2021 gar nicht mal alle so toll abgeschnitten hatten. Da gab es einige, die hatten Schadstoffbelastungen oder schmeckten auch gar nicht so gut.

Diesmal sind problematische Fettschadstoffe aber offenbar kein Thema, und vor allem geschmacklich konnten viele der veganen Burger voll überzeugen: „mit Bratnoten, Würze und Saftigkeit“, so Testleiter Dr. Jochen Wettach. „Wer einen richtig guten Burger bauen will, wird heute auch bei Veggie-Varianten fündig.“

Zum Beispiel bei Aldi: Der My Vay Veganer Burger American Style ist mit der Note 2,1 der günstigste Testsieger, er kostet nur 99 Cent pro 100 Gramm. Ebenfalls „gut” sind die Beyond Burger Original Pflanzliche Burger (1,77 Euro pro 100 g), die laut Stiftung Warentest geschmacklich leicht an Fleisch erinnern.

Was noch für die veganen Bratlinge spricht: Im Durchschnitt enthalten sie laut Test deutlich weniger Fett und Kalorien als klassische Fleisch-Pattys. Auch in der Klimabilanz schneiden die Produkte auf Basis von Erbsen-, Soja- oder Weizenprotein eindeutig besser ab.

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Rindfleisch-Burger: Durchwachsenes Ergebnis

Auch bei den Pattys aus Fleisch gibt es ein paar empfehlenswerte Kandidaten. An der Spitze stehen zum Beispiel die tiefgekühlten Chef Select Hamburger Patties von Lidl (Note 2,3, 1,40 Euro pro 100 g). Bei einigen schlug das Labor aber Keim-Alarm: Im American Burger von Blockhouse (2,20 Euro pro 100 g) entdeckten die Labore Colibakterien, die Shigatoxin bilden. Diese Keime können schwere Durchfallerkrankungen verursachen – werden durch gründliches Durchgaren allerdings abgetötet. Trotzdem reichte es hier nur für die Gesamtnote 3,5 („befriedigend”).

In vier der zehn Fleisch-Pattys fand man außerdem antibiotikaresistente Bakterien, sogenannte ESBL-Bildner. „Das heißt nicht, dass sie akut krank machen, aber sie tragen dazu bei, dass Antibiotika für den Menschen schlechter wirken können”, so Bockolt. Die getesteten Bio-Rindfleisch-Pattys waren laut Stiftung Warentest hingegen komplett frei von diesen Resistenzkeimen. Das könnte mit dem deutlich eingeschränkten Antibiotikaeinsatz in der ökologischen Landwirtschaft zusammenhängen.

Alle Testergebnisse findet ihr auf test.de.

Darauf sollten Burger-Fans achten

Wer zu klassischen Fleisch-Pattys greift, sollte laut Stiftung Warentest besonders sorgfältig sein:

  • Burger immer vollständig durchgaren

  • Küchenutensilien gründlich reinigen

  • Rohes Fleisch nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen

Denn: Erst ausreichend Hitze macht mögliche Krankheitserreger unschädlich.

Verwendete Quelle: Stiftung Warentest