Hohe BetrugsgefahrDatenklau beim Urlaubsportal Booking.com – was ihr jetzt wissen müsst!

Betrüger haben Daten von Booking.com-Kunden gestohlen.
Betrüger haben Daten von Booking.com-Kunden gestohlen.
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Jetzt warnt Booking.com!
Auf dem beliebten Urlaubsportal haben sich Kriminelle zu schaffen gemacht – betroffen sind wohl etliche Kundinnen und Kunden. Denn: Bei einem großen Datenklau waren viele aktuelle und persönliche Daten nicht sicher. Was solltet ihr jetzt beachten? Wir klären auf!

Welche Daten wurden bei Booking.com gestohlen?

Booking.com gibt das Datenleck laut verschiedenen Medienberichten offen zu. In einer Mail warnt die Plattform betroffene Kunden, nach Angaben von SRF steht darin Folgendes: „Wir haben kürzlich verdächtige Aktivitäten festgestellt, die einige Buchungen betreffen, und umgehend Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen.”

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Doch welche Daten sind genau betroffen? Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie weitere Buchungsdetails könnten gestohlen worden sein, wie es heißt. Passwörter, Zahlungsdetails, Finanzinformationen und Postadressen aber nicht. Wie viele Buchungen genau betroffen sind, sagt Booking.com auf Anfrage der Verbraucherzentrale NRW nicht.

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Worauf müssen Booking.com-Kunden jetzt achten?

Die Verbraucherzentrale NRW warnt: Betrüger könnten die abgegriffenen Daten nutzen, um Betrugsversuche zu starten – so wie seit Jahren schon! Die Masche: Kunden erhalten Nachrichten, in denen die Betrüger sich als die Vermieter einer gebuchten Unterkunft oder als Booking.com ausgeben. Darin ist die Rede von Zahlungsproblemen, neuen Verifizierungsanforderungen oder fehlenden Kreditkartendaten. So wollen die Betrüger über Umwege an euer Geld, weil ihr es zum Beispiel auf ein anderes Konto überweisen sollt.

Booking.com-Kunden sollten daher folgende Punkte beachten:

  • Gebt keine Kreditkarten- oder Zahlungsdaten per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Telefon weiter – auch wenn ihr dazu aufgefordert werdet.

  • Überprüft Aufforderungen zu Rechnungen oder Zahlen nur direkt in der offiziellen Booking.com-App oder auf der Website.

  • Seid ihr euch unsicher, ob eine Nachricht echt oder verdächtig ist, dann kontaktiert die Unterkunft selbst und fragt nach. Sucht dazu die echten Kontaktdaten (z B. direkt bei Booking.com oder bei Google).

  • Behaltet ungewöhnliche Abbuchungen oder Zahlungsversuche über euer Konto oder eure Kreditkarte im Blick. Falls es dazu kommt, dann kontaktiert eure Bank, lasst eure Kreditkarte sperren und erstattet Anzeige bei der Polizei.

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Was unternimmt Booking.com gegen den Betrug?

Booking.com hat ebenfalls reagiert – und als Sicherheitsmaßnahme die PIN der Buchungen geändert. Die Plattform warnt zudem auch offensiv vor Phishing-E-Mails oder Fake-Anrufen: „Bitte beachten Sie: Wir werden Sie niemals bitten, Kreditkartendaten per E-Mail, am Telefon, per SMS oder Whatsapp mitzuteilen.” Man verlange auch keine zusätzlichen Banküberweisungen.

Bei jeglichen Fragen und Bedenken sollen sich Kundinnen und Kunden beim Support melden. Bei Booking lässt sich zudem eine 2-Faktoren-Authentifizierung einrichten, die vor Betrug schützt.

Verwendete Quellen: SRF, Verbraucherzentrale NRW, Urlaubspiraten