Studie alarmiert auch deutsche BehördenTödlichstes Tier der Welt wird immer gefährlicher!

Winzig klein, schwarz-weiß gestreift und tödlich gefährlich!
Die Asiatische Tigermücke wird gemeinhin als das „gefährlichste Tier der Welt” bezeichnet. Kein Tier bringt mehr Menschen den Tod. Eine neue Studie warnt jetzt vor der besorgniserregenden Entwicklung von Aedes albopictus, so ihr wissenschaftlicher Name. Denn auch in Europa breitet sich eine Unterart immer stärker aus, die gegen Insektenschutzmittel immun ist.
Insektizid-resistente Tigermücken auf dem Vormarsch
Die Asiatische Tigermücke macht Europa zunehmend zu schaffen. Sie ist die Überträgerin zahlreicher Virus-Infektionen wie Dengue-Fieber, Zika-Virus und Chikungunya-Fieber. Eine neue europaweite Studie, die im Fachmagazin „Parasites & Vectors” veröffentlicht wurde, lässt nun mit alarmierenden Ergebnissen aufhorchen. „Mit der weltweiten Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke steigt die Zahl autochthoner (zu Deutsch: nicht eingeschleppter) Fälle exotischer Arbovirus-Erkrankungen wie Dengue-Fieber oder Chikungunya in gemäßigten Klimazonen“, schreiben die Forscher um die Neurochemikerin Verena Pichler von der Universität Wien.
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Das größte Problem: Die Tigermücke wird zunehmend resistent gegen sogenannte Pyrethroid-Insektizide – was ihre Bekämpfung noch schwerer macht. Denn diese Insektizide sind bislang die einzigen in Europa zugelassenen Mittel gegen die Stechmücken. Um ihnen beizukommen, beseitigt man örtlich vor allem deren Brutstätten, etwa an Kleinwasserstellen wie Regentonnen oder Topfuntersetzern, oder geht gegen die Larven vor.
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Die Forscher haben demnach in einer umfassenden Untersuchung zwischen 2015 und 2022 bei 1732 Tigermücken aus 54 Gemeinden in 19 europäischen Ländern die alarmierende Resistenzmutationen entdeckt.
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Es wird befürchtet, dass diese Resistenzen die Kontrolle von Virus-Infektionen wie Chikungunya und Dengue erheblich erschweren könnten. Die Studie fordert deshalb verstärkte Überwachungsmaßnahmen und den Ausbau von Resistenztests, um rechtzeitig auf die Ausbreitung resistenter Mückenpopulationen reagieren zu können.

Auch in Deutschland ist die exotische Mückenart schon angekommen. Die Asiatische Tigermücke ist laut Kommunaler Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mittlerweile in mehr als 200 Kommunen im Südwesten Deutschlands nachgewiesen. Das sorgt auch hierzulande für Sorgen vor der Infektionskrankheit Chikungunya. „Im Straßburger Raum wurden insgesamt drei Fälle festgestellt“, hieß es. Eine Übertragung auch auf deutscher Seite sei nicht ausgeschlossen, „sollten Viren durch erkrankte Reiserückkehrende importiert werden“. (tma)
Verwendete Quellen: dpa, Kabs, t-online
































