Alarmierende Worte aus MoskauRussland droht mit Entführung von Friedrich Merz

Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Aufzeichnung seiner ersten Neujahrsansprache
Muss sich Friedrich Merz Sorgen vor den Russen machen?
IMAGO/Metodi Popow

Muss Bundeskanzler Friedrich Merz Angst haben, von Russland entführt zu werden? Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew hält das für ein realistisches Szenario. In einem Interview zieht er Parallelen zum Vorgehen der USA in Venezuela.

Entführung des „Neonazis Merz”

Dmitri Medwedew
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und Chef der Partei Geeintes Russland, Dmitri Medwedew, fällt mit drastischen Worten auf (Archivbild)
Ekaterina Shtukina/Sputnik Pool/

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew kann sich Entführungsaktionen gegen westliche Staats- und Regierungschefs vorstellen. Als Beispiel nennt er Bundeskanzler Friedrich Merz. „Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein“, sagt Medwedew der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Ein solches Szenario habe durchaus etwas Realistisches an sich. Medwedew fügt hinzu: „Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“

Der frühere Kremlchef fällt in den vergangenen Jahren immer wieder mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf. Medwedew kritisiert die Reaktionen aus Europa auf den entmachteten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Wenn behauptet werde, Maduro sei ein illegitimer Präsident, halte das keiner Kritik stand. Dies zeige den „doppelten Standard“ Europas auf. (rsa)

Verwendete Quelle: dpa