Brauche ich überhaupt eine?

Zahnzusatzversicherung: Das sind die besten Tarife laut Finanztest

Zahnersatz kann ganz schön teuer werden. Eine Zusatzversicherung kann helfen.
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05. März 2020 - 13:54 Uhr

Nie wieder Finanzschock beim Zahnarzt ohne Zahnzusatzversicherung

Hilfe, ich brauche neue Zähne! Abgesehen von der meist gefürchteten Behandlung beim Zahnarzt ist es vor allem der finanzielle Aspekt in Sachen Zahnersatz, der Menschen schlottern lässt. Kein Wunder: "Die Krankenkasse trägt die Kosten für Kronen, Brücken und Implantate nicht komplett", erklärt Finanztest. Im großen Test von 2019 wurden 234 Zahnzusatzversicherungen gecheckt – mit einem ziemlich erfreulichen Ergebnis.

Ohne Zahnzusatzversicherung: Warum kostet der Zahnarzt so viel?

Laut Finanztest gaben private Haushalte in Deutschland im Jahr 2017 rund 6,4 Milliarden Euro für zahnärztliche Leistungen aus. Schon bei einem Patienten kommen ohne Zahnzusatzversicherung  -je nach Behandlung - "schnell die Kosten eines Kleinwagens zusammen", heißt es. Das liegt daran, dass die gesetzliche Krankenkasse jeweils nur einen festen Zuschuss zu Zahnersatz und Co. dazugibt. Selbst bei der Regelversorgung, also meist einer abgespeckten wirtschaftlichen Lösung zum Wiederherstellen der Sprech- und Kaufunktion, zahlt die Kasse nur 50 bis 65 Prozent. Der Rest bleibt am Patienten hängen.

Eine Zahnzusatzversorgung sorgt dafür, dass für solche Notfälle genug Geld da ist –  und dass statt der Regelversorgung auch eine optisch schönere Lösung wie Implantate und Kronen aus zahnfarbener Keramik drin sind.

Zahnzusatzversicherung: 76 Policen sind „Sehr gut“

Frau beim Zahnarzt
Wer lange schöne Zähne haben will, muss vorsorgen!
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Zahnzusatzversicherung: Die Testsieger sind "Sehr gut (Note 0,5)"

Produkt Monatsbeitrag Wartezeit
Zahn Prestige* (Die Bayerische) 58 Euro keine
Zahnschutz Exklusiv 100* (Deutsche Familienversicherung) 56 Euro keine
EZL* (Hanse Merkur) 60 Euro 3 Monate
Zahn 100 (Ottonova) 58 Euro 3 Monate

Bei Finanztest wurden 234 Zusatzpolicen getestet. Die gute Nachricht: Zwei Drittel schnitten mit der Note "Sehr gut" oder "Gut" ab. Was viele Menschen besonders freuen dürfte: Es muss nicht unbedingt teuer sein, gute Leistungen bezahlt zu bekommen.

Das bedeuten die Ergebnisse: Der durchschnittliche Monatsbeitrag wurde für Personen zwischen 43 und 73 Jahren, die die Zahnzusatzversicherung auch erst mit 43 Jahren abgeschlossen hatten, berechnet. Die Wartezeit bezieht sich auf die mögliche erste Erstattung von Zahnarztleistungen nach dem Vertragsabschluss. Hier rät Finanztest, nicht erst eine Police abzuschließen, wenn mit den Zähnen etwas nicht in Ordnung ist. In vollem Umfang kann man die Versicherung erst nach etwa drei bis fünf Jahren in Anspruch nehmen.

Preis-Leistungs-Tipp: Das ist der beste günstige Tarif

Wer auf die Regelversorgung setzen möchte, muss deutlich weniger tief in die Tasche greifen, um möglichst viel von der Krankenkasse dazu bezahlt zu bekommen. Es gibt auch eine klare Empfehlung für den besten Tarif.

  • Empfehlung von "Finanztest": Die Test-Experten raten in diesem Fall zum Tarif Kombi Med KDT50* der DKV.

Da aber die Bedürfnisse und Konditionen von Fall zu Fall schwanken, lohnt es sich auch, vorher in die Beratung zu gehen. In sechs schnell beantworteten Schritten finden Sie das jeweils für Sie passende Modell.

🛒 Zum unverbindlichen Beratungsangebot: Kombi Med KDT-Tarife*

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Brauche ich überhaupt eine Zahnzusatzversicherung?

Im Heft und auf Finanztest.de gibt es neben den kompletten Testergebnissen auch vier Beispiele, wie viel in bestimmten Behandlungsfällen die Kasse zahlt und auf welchen Kosten der Patient sitzenbleibt. Ein weiterer Rat der Finanzexperten: Alleinstehende und Wenigverdiener (bis 1.246 Euro brutto) sowie Paare mit einem Kind bis 2.025 Euro Brutto-Einkommen benötigen keine Zahnzusatzversicherung. In diesen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Regelversorgung komplett. Wer geringfügig darüberliegt, bekommt einen erhöhten Festzuschuss.

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