Sie wollte es wie Suizid aussehen lassen

Wisconsin: Jenny K. (37) soll eine Freundin mit Augentropfen vergiftet haben

Die US-Amerikanerin Jessy K. (37) ist wegen Mordes angeklagt. Sie soll eine Freundin vergiftet und bestohlen haben.
Die US-Amerikanerin Jessy K. (37) ist wegen Mordes angeklagt. Sie soll eine Freundin vergiftet und bestohlen haben.
© Waukesha County Sheriff

08. Juni 2021 - 19:21 Uhr

Frau soll Freundin umgebracht und bestohlen haben

Was ein Vorwurf: Eine Frau aus Wisconsin, USA soll eine Freundin umgebracht haben – mit Augentropfen! Anschließend habe sie versucht, die Tat als Suizid zu tarnen. Zudem soll sie von ihrem Opfer 130.000 US-Dollar (rund 105.000 Euro) gestohlen haben. Nun muss sie sich vor Gericht verantworten.

Jenny K. behauptete, ihre Freundin hätte Selbstmordgedanken gehabt

Nach verschiedenen Medienberichten aus den USA soll Jenny K. im Oktober 2018 sechs Flaschen Augentropfen der Marke "Visine" in eine Flasche Wasser gefüllt und einer befreundeten Frau verabreicht haben. Anschließend soll die 37-jährige ihrem Opfer mehrere Packungen Schmerztabletten und weitere Medikamente in die Hände gedrückt haben, um einen Suizid vorzutäuschen. Auch der Polizei habe sie nach Berichten von "NBC" erzählt, dass die Verstorbene Selbstmordgedanken gehabt habe. Das gehe aus den Gerichtsakten hervor.

Autopsie deckt Vergiftung durch Augentropfen auf

Bei der Autopsie sei allerdings als Todesursache eine Überdosis Tetrahydrozolin – ein Wirkstoff, der in Augentropfen enthalten ist – festgestellt worden. Von den Ermittlern darauf angesprochen, ändert K. laut "NBC" ihre Geschichte. Plötzlich behauptet sie, ihre Freundin auf deren Bitte hin beim Suizid unterstützt zu haben. Deshalb habe sie sechs Flaschen der Augentropfen für sie besorgt. Sie habe aber nicht erwartet, dass die Menge ihre Freundin tatsächlich töten würde.

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Angeklagte stellt "Risiko für die Öffentlichkeit" dar

Bei den Ermittlungen findet die Polizei laut "Daily Mail" 290.000 US-Dollar (knapp 240.000 Euro) auf dem Konto von K. Davon stammen 130.000 US-Dollar (105.000 Euro) von dem Opfer. Das Geld soll sich K. nach dem Tod ihrer Freundin selbst überwiesen haben. Sie muss sich vor Gericht darum nun auch wegen zweifachen Diebstahls verantworten.

Das Gericht habe laut Medienberichten eine Kaution in Höhe von einer Million US-Dollar (rund 820.000 Euro) ausgesetzt, der Prozess geht am 25. Juni weiter. Könne die 37-Jährige die Kaution nicht aufbringen, müsse K. in der Justizvollzugsanstalt Waukesha County bleiben, erklärte eine Staatsanwältin gegenüber "NBC". "Die Angeklagte hat gezeigt, dass sie gefährdete Personen ausnutzen kann und ein Risiko für die Öffentlichkeit darstellt." (nfi)