Schmerzen beim Atmen - Notaufnahme!

Wirbelsäulen-Zyste durch XXL-Brüste: Erst eine OP hilft dieser Frau

Große Brüste sind doch toll? Die US-Amerikanerin Renée Smith (24) sieht das anders.
Große Brüste sind doch toll? Die US-Amerikanerin Renée Smith (24) sieht das anders.
© JamPress, JAM PRESS FOTO, Privat

11. Mai 2022 - 18:33 Uhr

Eine viel zu große Oberweite stellt für fast alle betroffenen Frauen ein gesundheitliches Problem dar - Mediziner sprechen von Makromastie. Davon kann eine junge US-Amerikanerin ein leidvolles Lied singen. Wegen ihrer großen Brüste hatte sie eine Menge Probleme – unter anderem eine Wirbelsäulen-Zyste. Durch eine Verkleinerungs-OP fühlt sie sich jetzt wie ein neuer Mensch.

Bei Abschluss der Sekundarschule bereits Körbchengröße G

Renée Smith (24) muss schon in ihrer Grundschulzeit BHs kaufen, nach Abschluss der Sekundarschule trägt sie bereits Körbchengröße G! Die Veranstaltungsmanagerin aus Midland im US-Staat Michigan leidet in der Folge ständig unter schrecklichen Rückenschmerzen. Sie versucht alles: Chiropraktiker und Physiotherapeuten sollen ihr helfen, Gewicht zu verlieren, damit ihre Brüste schrumpfen. Doch zu ihrem Entsetzen werden sie noch größer, obwohl sie acht Zentimeter an Taille verliert.

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Schmerzen beim Atmen - Notaufnahme!

"Ich hatte eine lange Liste von Gesundheitsproblemen, die durch meine Brüste verursacht wurden", erzählt sie jetzt gegenüber Jam Press. "Ich litt unter starken Schmerzen im unteren Rückenbereich, schmerzenden Schultern und Nacken, die sich zu stechenden Schmerzen ausweiteten, sowie unter Beulen in den Schultern, die von den BH-Trägern verursacht wurden." Im Herbst 2021 verschlimmert sich die Situation so sehr, dass Renée wegen Schmerzen beim Atmen die Notaufnahme aufsuchen muss. Dort entdecken die Ärzte eine Zyste in ihrer Wirbelsäule.

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Renée erzählt: "Fast das gesamte Gewebe, das entfernt wurde, war tatsächlich Drüsengewebe, fast 1,6 Kilogramm."
Renée erzählt: "Fast das gesamte Gewebe, das entfernt wurde, war tatsächlich Drüsengewebe, fast 1,6 Kilogramm."
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Arzt verschreibt Brustverkleinerungs-OP

"Mein MRT zeigte eine Zyste an der unteren Wirbelsäule, die auf meine Nerven drückte", erzählt sie weiter. "Ich sprach mit meinem Personal Trainer und meinem Chiropraktiker darüber. Sie glauben, dass die Brüste zu einem 'Trauma' in meinem unteren Rücken geführt haben, das dann erst die Zyste verursacht hat." Tatsächlich können Überbelastungen der Wirbelsäule die Bildung von Zysten begünstigen. Im März 2021 versucht Renée durch eine Überweisung ihres Arztes, einen Termin für eine Brustverkleinerungsoperation zu bekommen. Doch aufgrund der hohen Nachfrage muss sie bis Dezember 2021 warten, bis sie endlich operiert werden kann.

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Fast 1,6 Kilogramm Drüsengewebe wurden entfernt

Während des Eingriffs entfernen die Chirurgen 660 Kubikzentimeter Gewebe aus der einen und 760 aus der anderen Brust. Renée erzählt: "Fast das gesamte Gewebe, das entfernt wurde, war tatsächlich Drüsengewebe, fast 1,6 Kilogramm." Jetzt hat sie Körbchengröße D und fühlt sich wie ein neuer Mensch. Sie hat gleich in eine neue Garderobe investiert – über 100 Oberteile und Kleider hat sie gespendet und verkauft. Vor der Operation hatte sie Schwierigkeiten, überhaupt Kleidung zu finden, die ihr passte.

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Sie teilt ihren Leidensweg in den sozialen Medien

Auf TikTok hat sie ihren gesamten Leidensweg und ihre Erlösung mit anderen geteilt. Das Video, in dem sie die Operation ankündigt, wurde 10,4 Millionen Mal gesehen und 2,3 Millionen Mal geliket. "Ich wusste, dass ich dort ein breiteres Publikum erreichen kann", begründet Renée ihren Schritt. "Ich möchte einfach das Stigma aufbrechen, das Tabuthema beenden und offen über einen so notwendigen und lebensverändernden Eingriff für viele Frauen (und auch Männer!) sprechen." (ija)