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Wigan: Gericht verurteilt „Gangster-Omi“ - sie bewahrte Koks in einem Socken auf

Maureen Thompson bekommt überraschend milde Strafe

Gericht verurteilt „Gangster-Omi“: Sie dealte Drogen und bewahrte Koks in einem Socken auf

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Die Polizei fand bei Thompson 47 Packungen Kokain. (Symbolfoto)
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Maureen Thompson wirkt auf den ersten Blick kaum wie eine Verbrecherin, die 61-Jährige dealte jedoch seit längerer Zeit mit Drogen. Bei einer Hausdurchsuchung in Wigan fand die britische Polizei 47 Packungen Kokain , bei Facebook bezeichnete sich die Seniorin selbst als „Gangster-Omi“. Nun verurteilte ein Gericht die Britin – allerdings zu einer überraschend milden Strafe.

Wigan: 47 Packungen Kokain in der Wohnung gefunden

Als Thompson vor rund zwei Jahren in ihrer Wohnung festgenommen wurde, bestritt sie zunächst alle Vorwürfe gegen sich. Doch die Beweise waren eindeutig: Die Polizei fand 47 Packungen Kokain im Wert von mehr als 1000 Euro in ihrer Wohnung, die Drogen bewahrte sie unter anderem auf einem Backblech und in einem Socken auf.

Teilweise verkaufte die 61-Jährige die Drogen, teilweise nahm sie die Mittelchen selbst. Auf ihrem Handy fand die Polizei zahlreiche Nachrichten, die die Frührentnerin belasteten. Sie soll zudem eine Art Drogen-Hotline betrieben haben.

Großbritannien: Erst süchtig nach Schmerzmitteln, dann nach Drogen

Wie konnte es soweit kommen? Nach einem schweren Unfall konnte Thompson ihren Job als Verkehrspolizistin nicht weiter ausüben. Sie wurde erst abhängig von Schmerzmitteln, dann von harten Drogen. So häuften sich ihre Schulden bei einem Dealer an – und zogen sie tiefer ins Drogengeschäft hinein.

„Ich konnte meine Schulden nicht bezahlen und ließ den Dealer daher mein Konto zum Einzahlen und Abheben von Geld nutzen“, sagte Thompson vor Gericht. Als ihre Schulden nicht kleiner wurden, habe sie auch noch Drogen bei sich zuhause aufbewahrt.

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Überraschend milde Strafe: Richter zeigt Mitgefühl für „Gangster-Omi“

Das Gericht verurteilte die „Gangster-Omi“ nun zu einer überraschend milden Strafe: Thompson erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung, zudem muss sie ein zwölfmonatiges Entzugsprogramm absolvieren und vier Monate lang eine Fußfessel tragen.

„Vor diesem Gericht stehen oft Menschen, deren Leben von Drogen zerstört wurde. Deshalb wird ihre Strafe zur Bewährung ausgesetzt“, zeigte Richter Martin Walsh Mitgefühl mit Thompson. „Doch lassen Sie mich eins klarstellen: Sie sind dem Gefängnis nur um Haaresbreite entkommen!" (jda)