Auskunft über den Zustand des Kindes

Wachstum des Babys: Das lässt sich daran ablesen

Wie es dem Baby geht lässt sich auch an der Wachstumsentwicklung ablesen.
Wie es dem Baby geht lässt sich auch an der Wachstumsentwicklung ablesen.
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10. September 2020 - 10:12 Uhr

Wachstumsentwicklung des Babys

Das ersehnte Baby ist da und die Eltern wollen das Beste für den Säugling. Ob es dem Baby gut geht, lässt sich nicht nur am Verhalten, sondern unter anderem auch an der Gewichts- und Größenentwicklung ablesen. Das passiert in vielen kleinen Schüben und ohne wirkliche Regelmäßigkeit. Jedes Baby wächst anders. Am Ende des ersten Lebensjahres bringt es ungefähr das dreifache Geburtsgewicht auf die Waage und die Größe hat sich verdoppelt. Nie mehr im Leben eines Menschen geht das so schnell vor sich.

Wachstum des Babys in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt

Kurz nach der Geburt verlieren alle Babys an Gewicht. Es sollten höchstens sieben Prozent des Geburtsgewichtes sein. Die Milchproduktion setzt ab dem dritten Tag richtig ein und ab diesem Zeitpunkt sollte ein gestillter Säugling wieder zunehmen. Falls dem nicht so ist, könnte es ein Hinweis darauf sein, dass die Milchproduktion noch nicht in Schwung gekommen ist oder das Baby nicht richtig trinkt. Hebammen oder Stillberaterinnen können hier helfen. Nach zehn bis 14 Tagen sollte das Geburtsgewicht wieder erreicht sein.

Richtlinien: So viel sollte ihr Baby in den ersten Lebensmonaten zunehmen

In den ersten beiden Lebensmonaten nehmen Babys zwischen 170 und 330 Gramm pro Woche zu. Im dritten und vierten Monat rechnet man mit einer Zunahme von 110 bis 330 Gramm pro Woche. Ab jetzt nehmen die Babys etwas weniger rasch zu. Im fünften und sechsten Monat sind es noch 70 bis 140 Gramm pro Woche. Ab dem siebten Lebensmonat bis zu einem Jahr sind es pro Woche noch 40 bis 110 Gramm. Mit einem halben Jahr hat sich das Geburtsgewicht ungefähr verdoppelt. 

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Wachstum: Gibt es einen Unterschied zwischen Stillbabys und Flaschenkindern?

Aus verschiedenen Gründen klappt es manchmal mit dem Stillen nicht so gut. Es wird zu wenig Muttermilch produziert, das Kind trinkt schlecht, die Mutter kann nicht immer da sein, alle brauchen mehr Ruhe in der Nacht und vieles mehr. Also bekommt das Baby zusätzlich oder ausschließlich Säuglingsnahrung. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass das Kind dadurch weniger gut ernährt wird oder schlechter wächst. Säuglingsnahrung ist hochwertige Nahrung und nach verschiedenen Studien unterscheiden sich Flaschenkinder in ihrer Entwicklung nicht von gestillten Babys.

Das Baby wird größer

Die Kinder werden nicht nur gewogen, sondern natürlich auch gemessen. Babys Größe zu messen ist daheim nicht so einfach möglich, es klappt am genauesten und sichersten im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt. Die Größe des Babys wird vom Arzt in die Perzentilenkurve eingetragen. Dabei handelt es sich um einen Wachstumsrechner, an dem Sie die Größe Ihres Kindes mit dem Durchschnittswachstum gleichaltriger Kinder vergleichen können. Bei der Größenentwicklung spielt die Größe der Eltern und auch die Familienabstammung eine wichtige Rolle.