Vor Havarie auf dem Suezkanal

Unglücksfrachter malte Penis ins Rote Meer

26. März 2021 - 15:06 Uhr

Schiff fuhr im Roten Meer "Penisroute"

Selten produziert ein Schiff so viele Schlagzeilen wie der Frachter "Ever Given". Nicht nur, dass der Koloss seit seiner Havarie den Suezkanal blockiert – im Netz tauchen immer wieder kuriose Geschichten rund um das Unglück auf. Erst wurde bekannt, dass ein winzig kleiner Bagger den 400-Meter-Riesen befreien soll, und jetzt das: Daten einer Tracking-Website zeigen, dass der Frachter vor der Einfahrt in den Kanal eine fast perfekte "Penisroute" fuhr.

Forscher twitterte Daten von Tracking-Website

Man braucht nicht allzu viel Fantasie, um in der Grafik ein Geschlechtsteil zu erkennen. Der Forscher John Scott-Railton veröffentlichte einen Tweet mit Daten des Unternehmens "Vesselfinder", das die elektronischen Spuren von Schiffen verfolgt:

Ein Sprecher von "Vesselfinder" bestätigte dem Portal "Vice World News" die Echtheit der Daten. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass es sich um eine Verschwörung oder falsche Daten handeln könne, erklärte er.

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Frachter "Ever Given" kollidierte mit Fähre in Hamburg

Auch in Deutschland sorgte der jetzt havarierte Frachter schon für Ärger. Am 9. Februar 2019 sei die "Ever Given" im Hamburger Hafen vom Kurs abgekommen und an einem Anleger mit einer Fähre kollidiert, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Ein Teil der Besatzung der Fähre habe einen Schock erlitten und der Sachschaden eine Million Euro betragen, heißt es. Die Ursache für den Unfall soll starker Wind gewesen sein – außerdem sei das Heck des Frachters durch einen Sog Richtung Ufer der Elbe gezogen worden.

Riesenfrachter lief im Suezkanal auf Grund

Seit sich das 400 Meter lange Schiff am Dienstag quergestellt hat, geht im Suezkanal in Ägypten nichts mehr. Auf der wichtigsten Seestraße zwischen Europa und Asien stauen sich dutzende Frachter in beide Richtungen, die Schifffahrt ist eingestellt. Der Frachter "Ever Given" war auf Grund gelaufen, weil der Kapitän wegen eines Sandsturms schlechte Sicht hatte.

Eigentümer will Schiff am Wochenende freibekommen

Der japanische Eigentümer des Frachters hofft, das Schiff am Wochenende freizubekommen. Ein Sprecher des Unternehmens Shoei Kisen teilte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit, man wolle versuchen, das Container-Frachtschiff an diesem Samstag flottzukriegen. Falls das nicht klappt, sollen am Sonntag zwei weitere Schlepper eingesetzt werden. Das Unternehmen entschuldigte sich für den Vorfall.

Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer. Im Jahr 2020 durchfuhren nach Angaben der Suezkanal-Behörde fast 19.000 Schiffe die Wasserstraße – durchschnittlich mehr als 50 pro Tag.