Winterchaos in Süddeutschland

Schnee und Glätte sorgen für Unfälle: Vier Menschen sterben in Bayern

Der blaue Imbisswagen krachte frontal in den silbernen Familien-Pkw.
Der blaue Lastwagen krachte frontal in den silbernen Familien-Pkw.
NEWSMEDIA AGT

Sachschäden, querstehene Autos und liegengebliebene LKW’s – immer wieder krachte es in der Nacht zu Samstag auf den süddeutschen Straßen. Wegen der winterlichen Ausbrüche von Schnee und Glätte meldet die Polizei zahlreiche Unfälle. Vier Menschen starben bei zwei Unfällen in Bayern.

Bayern: Zwei Tote nach Frontalzusammenstoß

Der Fahrer (74) und seine Frau (71) kamen ums Leben.
Der Fahrer (74) des silbernen Pkw's und seine Frau (71) kamen ums Leben.
NEWSMEDIA AGT

In Penzberg kam am Freitagnachmittag (20. Januar) ein Ehepaar (71 und 74 Jahre) bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Kleintransporter ums Leben. Die 8-jährige Urenkelin auf dem Rücksitz wurde nur leicht verletzt. Die beiden Männer im Transporter (49 und 52 Jahre) kamen mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Peugot des Ehepaars war offenbar von seiner Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer des Transporters hatte nach ersten Ermittlungen die Kontrolle verloren und krachte gegen das Auto mit der Familie.

Lese-Tipp: Winterfahrplan für Schnee und Kälte: Hier wird Deutschland am Wochenende weiß

Bayern: Fahrer fährt in den Gegenverkehr und stirbt

Der 36-jährige Fahrer des polnischen Sattelzugs wurde leicht verletzt.
Der 36-jährige Fahrer des polnischen Sattelzugs wurde leicht verletzt.
PicPool

Auf der B31 in Lindau am Bodensee kam es bei Weißensberg zu einem weiteren Frontalzusammenstoß eines Mercedes Sprinters und eines Sattelzugs. Der 40-jähriger Fahrer des Sprinters befuhr mit einem Beifahrer die B31 in Richtung Sigmarszell. Aus bislang unbekannter Ursache kam der Fahrer von der Fahrbahn ab. Er driftete nach links in den Gegenverkehr und prallte frontal in einen entgegenkommenden Sattelzug. Durch den Aufprall wurden der 40-Jährige sowie sein Beifahrer so schwer verletzt, sodass sie noch vor Ort verstarben. Der 36-jährige Fahrer des polnischen Sattelzugs wurde leicht verletzt.

Die Polizei meldete weitere Fahrzeuge, die in Bayern bei der zu hohen Geschwindigkeit ins Schleudern gerieten. In einem Fall wurde ein Streifenwagen stark beschädigt, als ein 19-Jähriger mit seinem Auto frontal auf den Polizeiwagen auffuhr. Die Beamten waren demnach gerade dabei gewesen, eine Unfallstelle abzusichern. Zwei von ihnen wurden dabei leicht verletzt. Ansonsten meldete die Polizei in Ober- und Niederbayern sowie in Schwaben seit Freitagabend knapp 100 witterungsbedingte Unfälle, bei denen jedoch niemand verletzt wurde.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Baden-Württemberg: Wagen stürzt sechs Meter in die Tiefe

Mannheim: Ein Auto durchbricht ein Geländer und stürzt in die Tiefe.
Ein Auto durchbricht ein Geländer und stürzt in die Tiefe.
PicPool

In Baden-Württemberg war die Verkehrslage besonders unauffällig. Lediglich im Raum Mannheim kam es zu einem Unfall mit zwei leicht Verletzten. Zwei Männer sind mit ihrem Wagen im Schneetreiben etwa sechs Meter in die Tiefe gestürzt und am Neckarufer aufgeprallt. Die beiden konnten sich selbst aus dem Auto befreien. Wie es genau zu dem Unfall kommen konnte, war bislang unklar. Die Feuerwehr zog das Fahrzeug mit Hilfe eines Krans wieder nach oben auf die Straße. Die beiden Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland: Einige leicht Verletzte

Auch in einigen Teilen von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland war es zu Verkehrsunfällen gekommen. In Koblenz wurden bei zwei von 25 Unfällen vier Menschen und im Landkreis Bernkastel-Wittlich eine Person leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei in Worms zählte über den Freitagabend hinweg insgesamt neun Unfälle in ihrem Einsatzgebiet, die auf das Schneetreiben zurückzuführen waren. Die Polizeiinspektion in Wittlich meldete insgesamt 15 Verkehrsunfälle. Bereits über den Tag verteilt wurden den Autobahnmeistereien zahlreiche liegengebliebene Fahrzeuge gemeldet, die die Räumungs- und Streuarbeiten den Angaben zufolge massiv erschwerten.

In Südhessen wurden bei Autounfällen vier Menschen leicht verletzt. Das Polizeipräsidium in Darmstadt zählte demnach insgesamt etwa 20 Unfälle. In den meisten Fällen rutschten die Fahrzeuge aufgrund von Glätte von den Fahrbahnen, wie ein Sprecher sagte. Im Saarland kam es laut eines Sprechers des Lagezentrums seit dem Freitagnachmittag zu über 90 Unfällen, bei denen acht Menschen leicht verletzt wurden. (dpa/jjä)

Lese-Tipp: Wenn der Polarwirbel bricht, droht Deutschland ein arktischer Wintereinbruch