Wetter-Lage im Live-TickerUnwetter ziehen über Nordosten von Deutschland: Berlin-Konzert der Ärzte abgesagt
Es wird ungemütlich im Norden und Osten Deutschlands: Aktuell kommt es zu starken Gewittern und Sturmböen. Für den Freitagnachmittag hat der Deutsche Wetterdienst eine Verschärfung der Unwetterlage angekündigt. Hier halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden. Oben im Video zeigen wir die Unwetter-Schwerpunkte am Freitag.
Roger Saha
Hier beginnt das Archiv unseres Live-Tickers. Bitte beachtet, dass es sich um Nachrichten vergangener Unwetter handelt.
Marko Orlovic
Blitz schlägt in Laatzen in Haus ein
Bei einem heftigen Gewitter im Ortsteil Gleidingen in Laatzen bei Hannover ist am Freitagnachmittag ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses eingeschlagen. Die drei Bewohner und zwei Katzen erlitten keine Verletzungen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Löscharbeiten gestalten sich aber schwierig, sagte ein Sprecher. Die Dämmung im Dach habe gebrannt, die Photovoltaikanlage sei aber unbeschädigt. Einige umliegende Häuser hatten den Angaben zufolge zeitweilig keinen Strom.
Marko Orlovic
Steinmeier bricht Bürgerfest wegen eines starken Gewitters ab
Wegen einer starken Gewitterfront über Berlin haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender ihr Bürgerfest am Freitagabend sicherheitshalber abgebrochen. "Der Deutsche Wetterdienst hat angekündigt, dass es über Berlin kreisende Gewitter gibt", sagte Steinmeier seinen rund 1500 Gästen im Park von Schloss Bellevue.
Marko Orlovic
Bürgerfest im Gewittersturm - Steinmeier dankt Ehrenamtlichen
Drei Jahre Warten und dann das: Das erste Bürgerfest von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender seit 2019 ist zum Auftakt am Freitag buchstäblich ins Wasser gefallen. Nach wochenlanger Sonne, Hitze und Trockenheit zog am Nachmittag eine massive Gewitterfront über die Hauptstadt. Blitze zuckten, Donner grollte, es regnete wie aus Eimern. Die Gastgeber hatten sich die Rückkehr zur Normalität nach zwei Jahren Corona-bedingter Zwangspause sicher anders vorgestellt.
Sebastian Fuhrmann
Unwetter in Deutschland: Ärzte-Konzert abgesagt
Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin hätte heute ein Konzert der „Ärzte“ stattfinden sollen. Wegen der Wetterlage haben die Veranstalter sich dazu entschieden, das Konzert abzusagen. „Achtung: Aufgrund eines aufziehenden Unwetters sind wir gezwungen, die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen zu beenden. Bitte verlasst zu eurer Sicherheit den Bereich des Veranstaltungsgeländes auf den ausgewiesenen Wegen", hieß es in einer Mitteilung.
Sebastian Fuhrmann
Amtliche Unwetterwarnung für Norddeutschland
Inzwischen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung für Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben. Sie gilt vorerst bis 18 Uhr. Dabei gäbe es teils extrem heftigen Starkregen mit Niederschlägen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie schwere Sturmböen und auch Hagel.
Letizia Vecchio
Anreiseprobleme bei Dortmunder Fans
Große Anreiseprobleme gibt es für Fußballfans, die das Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SV Werder Bremen am Samstagnachmittag im Dortmunder Stadion besuchen wollen. Wegen eines Unwetters ist der Hauptbahnhof in Dortmund am Samstagvormittag gesperrt worden, teilte die Deutsche Bahn mit. Das Stellwerk dort sei ausgefallen, weil es einen Wassereinbruch gegeben habe, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.
Seit etwa 3.30 Uhr könnten keine Züge mehr in den Bahnhof fahren. Die Störung werde voraussichtlich noch bis in den späten Abend dauern. Es gebe erhebliche Verspätungen und Beeinträchtigungen. Die DB arbeitet nach eigenen Angaben an der Einrichtung eines Ersatzverkehrs.
Henning Liss
Österreich: Offenbar keine Verletzten in Vorarlberg
Heftiger Regen bis in die Nacht zu Samstag hat in Vorarlberg in Österreich zahlreiche Straßen und Ortsteile überflutet. Keller und Garagen liefen mit Wasser voll, Unterführungen wurden geflutet, wie Polizei und Feuerwehr am Samstag mitteilten. Teilweise gingen auch Erdrutsche nieder. Die Lage habe sich nach Mitternacht aber entspannt. Verletzt wurde demnach niemand.
Ein Stück an der Rheintalautobahn musste vorübergehend gesperrt werden. Auch die Bahnlinie ab Dornbirn in Richtung Bregenz war zeitweise gesperrt. Besonders betroffen war das Untere Rheintal.
Bäche und Flüsse, die wegen der Trockenheit seit Wochen sehr niedrige Pegelstände hatten, verwandelten sich am Freitagnachmittag in kurzer Zeit in reißende Flüsse. In der Ortschaft Wolfurt überfluteten über die Ufer getretene Bäche das Ortszentrum. Am Bodensee stieg das Wasser nach diesen Angaben von Freitagmorgen bis Samstagmorgen um 21 Zentimeter.
20.08.2022, Österreich, Altach: Überflutete Schrebergärten in Altach im Rheintal. Starkregen hat in Vorarlberg zu Überschwemmungen und Vermurungen geführt. dpa
Henning Liss
Dauerregen lässt Wasserstände vieler Flüsse in Bayern ansteigen
Der Dauerregen in Bayern hat dort den Wasserstand vieler Flüsse steigen lassen. Betroffen seien am Samstag vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der Bodensee-Zuflüsse sowie das Inn-Gebiet, meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern. "An mittleren und größeren Flüssen, die von den Pegelmessstellen mit Meldestufen-Einteilung beobachtet werden, haben die Regenmengen bisher nur vereinzelt zu Ausuferungen geführt." Wegen der dynamischen Wetterentwicklung seien Hochwasser allerdings schwer vorherzusagen. Die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen ist noch nicht vorbei.
Henning Liss
Hauptbahnhof in Dortmund gesperrt
Der Dortmunder Hauptbahnhof ist seit dem frühen Samstagmorgen für den Zugverkehr gesperrt. Das Stellwerk dort sei ausgefallen, weil es nach einem Unwetter einen Wassereinbruch gegeben habe, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Seit etwa 3.30 Uhr könnten keine Züge mehr in den Bahnhof fahren. Der Fernverkehr werde umgeleitet. Auch Regionalzüge würden umgeleitet oder kehrten kurz vor dem Hauptbahnhof wieder um. Es gebe erhebliche Verspätungen und Beeinträchtigungen. Wie lange die Störung noch andauere, sei unklar.
Henning Liss
Rekordregenmengen in Österreich
Nach Angaben der österreichischen Wetterdienstes ZAMG gab es über das ganze Land verteilt neue Rekorde an 24-Stunden-Regenmengen:
- In Bregenz kamen über 200 Liter pro Quadratmeter zusammen (bisher Höchstwert: 174 Liter/1968),
- in Dornbirn waren es knapp 180 Liter (113 Liter/2013).
- Auch im Bezirk Feldkich fielen große Regenmengen: in Fraxern knapp 160 Liter (126 Liter/2013), in der Stadt Feldkirch 150 Liter (122 Liter/1910).
Henning Liss
Vollgelaufene Keller und blockierte Straßen in der Nacht auf Samstag
Vollgelaufene Keller, durch Äste blockierte Straßen und über die Ufer getretene Bäche: Besonders die bayerischen Feuerwehren haben in der Nacht auf Samstag einiges zu tun gehabt. Doch die Zahl an größeren Unfällen und verletzten Personen halte sich glücklicherweise in Grenzen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums Bayern.
In Niederbayern sei es auf einzelnen Bundesstraßen zu Aquaplaning gekommen, wie die Passauer Neue Presse berichtete. Ernsthaft verletzt worden sei bei Unfällen jedoch niemand. Auch in Garmisch-Patenkirchen und dem Allgäu, wo mit Stufe 4 die höchste Warnstufe ausgerufen worden war, habe es nach Angaben der Polizei keine größeren Einsätze gegeben.
Die kräftigen Regenfälle gehen allerdings noch bis Samstagnachmittag weiter, danach klingen sie allmählich ab. Verfolgen Sie die aktuellen Niederschläge im Regenradar.
Eva Johanna Onkels
Weiter Unwetter in Österreich: Überschwemmungen in Vorarlberg
Bei Unwettern im Westen Österreichs ist es am Freitagabend zu Überschwemmungen gekommen. Im Bundesland Vorarlberg waren Straßen in der Nähe von Bregenz am Bodensee überflutet, wie auf Bildern zu sehen war. Wie der Sender ORF berichtete, war die Feuerwehr bereits in der Nacht auf Freitag häufiger in der Region im Einsatz, unter anderem wegen überfluteter Keller. Wegen des andauernden Regens seien am Freitag mehrere Unterführungen und Straßenstücke überflutet - auch Zugverbindungen seien betroffen.
Auf deutscher Seite am Bodensee staute sich der Verkehr wegen Straßensperrungen in Richtung Vorarlberg. Von Überflutung konnte die Polizei in Lindau am Abend jedoch zunächst nichts berichten.
































