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Ukraine Frontlinie: RTL-Reporterin Kavita Sharma berichtet – wie geht es den Menschen vor Ort?

RTL-Reporterin berichtet aus ukrainischem Dorf Zolote

Frontlinie teilt Dorf - trotz der Explosionen wollen die Menschen bleiben

So geht es den Menschen an der Frontlinie RTL-Reporterin Kavita Sharma

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Separatistengebiete im Osten der Ukraine als unabhängig anerkannt und die Entsendung von Truppen in die Region angeordnet. Unsere Reporterin Kavita Sharma berichtet seit Wochen aus der Ukraine. Derzeit ist sie in Zolote, einer Stadt im Donezbecken.

Noch während unsere Reporterin den Aufsager für unsere Nachrichten produziert, sind im Hintergrund Detonationen zu hören. Durch Zolote verläuft direkt die Frontlinie. Wie geht es den Menschen dort? Die Reportage sehen Sie im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Infos und Entwicklungen rund um den Russland-Ukraine-Konflikt jederzeit im Liveticker.

Teilweise habe der Boden gebebt, die Menschen haben sich von Fenstern ferngehalten

“Die Bewohner hier sagen uns, in den letzten Tagen haben sie heftigen Beschuss gehört”, berichtet Kavita Sharma. Teilweise habe der Boden gebebt, die Menschen haben sich von ihren Fenstern aus Sicherheitsgründen ferngehalten. “Während wir hier sind, hören wir Explosionen von schwerem Geschütz”, so Sharma.

Wollen die Menschen nun flüchten, ihre Heimat verlassen? “Auf keinen Fall. Aber sie sagen uns auch, dass sie am Ende vielleicht dazu gezwungen werden.” Die ganze Geschichte sehen Sie oben im Video.

Die Ungewissheit quält die Einwohner

Eine, die erst mal bleiben will, ist Halyna Oleksandrivna. 30 Jahre lang hat die Direktorin einer Schule den Kindern das Lesen und Schreiben beigebracht – jetzt ist daran nicht mehr zu denken. „Angst, das ist was die Menschen hier jetzt fühlen. Angst um uns selbst und um alle um uns herum, unsere Nachbarn, jeder der hier lebt“, sagt sie, während sie vor den mit Brettern vernagelten Fenstern der Schule steht.

Auf der Straße wartet eine Gruppe auf eine Wasserlieferung. Ludmilla schaut besorgt in die Ferne. „Es ist so beängstigend, nicht zu wissen wie es weitergeht, meine Kinder sagen mir ich soll einfach flüchten und zu ihnen kommen.“

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Russische Staatsduma unterzeichnet Anerkennung der selbst ernannten Volksrepubliken

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Wladimir Putin, Präsident von Russland, unterzeichnet ein Dokument zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Separatistengebiete in der Ostukraine.
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Die russische Staatsduma hat derweil die Anerkennung der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine als unabhängige Staaten ratifiziert. Die Abgeordneten unterstützten am Dienstag in einer Sitzung einstimmig die Verträge über „Freundschaft und Beistand“ mit den prorussischen Separatistengebieten, wie die Agentur Interfax meldete.

Zuvor hatten bereits die Aufständischen in der Ostukraine ihrerseits den Verträgen bei getrennten Parlamentssitzungen zugestimmt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag mit Vertretern der prorussischen Separatistengebiete die Verträge geschlossen. Moskau könnte nun Militärstützpunkte in der Ostukraine errichten. Darüber sei aber nicht gesprochen worden, sagte Russlands Vize-Außenminister Andrej Rudenko der Agentur Interfax zufolge.

Russland hat nach westlichen Angaben etwa 150.000 Soldaten an der Grenze zum Nachbarland Ukraine zusammengezogen.

Moskau widerspricht seit Wochen hartnäckig Befürchtungen des Westens, dass ein Einmarsch in die Ukraine bevorstehe. Die Anerkennung der Volksrepubliken belastet die ohnehin gespannten Beziehungen weiter. Russland fordert von den USA einen militärischen Rückzug aus weiten Teilen Osteuropas und Verhandlungen über eine neue Sicherheitsarchitektur in Europa. (dpa/eku)

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