Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei

Trotz niedriger Inzidenz: Warum rechnen Experten mit 4. Welle?

24. September 2021 - 12:19 Uhr

Robert-Koch-Institut warnt vor stürmischem Herbst

Die Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter ab. Auch die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der neu eingewiesenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, scheint stabil zu bleiben. Eine vierte Welle ist also nicht zu befürchten, oder? Warum Experten leider keinen Anlass zur Entspannung sehen, erfahren Sie im Video.

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Kälte zieht die Menschen wieder nach innen

Die Temperaturen sinken und damit steigt die Gefahr, dass das Corona-Virus sich wieder weiter ausbreiten könnte. "Wie stark die Fallzahlen ansteigen wissen wir nicht, es kommen mehrere Faktoren zusammen, mehr Innenraum wegen der Kälte und das Nachlassen der Impfungen auch, die dann nicht mehr so gut vor Infektionen schützen wie jetzt", so SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Gespräch mit RTL.

Außerdem beginnen nächste Woche in den ersten Bundesländern die Herbstferien. Reiserückkehrer könnten dann die Ansteckungszahlen weiter nach oben treiben.

Lese-Tipp: Wie ist die Lage in Ihrer Region? Das sehen Sie auf unserer interaktiven Karte

Virologe Streeck: "Wir befinden uns in einer Übergangsphase"

Aber es gibt auch gute Nachrichten. "Wir sind gerade in einer Übergangsphase von einer Pandemie in eine Endemie. Dadurch das so viele eine Grundimmunität haben, werden wir im Frühjahr nicht mehr so schwere Verläufe haben, wie wir es jetzt haben", so Virologe Prof. Hendrik Streeck.

Laut dem RKI erreicht die Corona-Pandemie in Deutschland eine entscheidende Phase. Sollten die Inzidenzen wieder steigen, schlägt das Institut einen Drei-Stufen-Plan vor. Ähnlich wie bei einem Ampel-System soll es Schritt für Schritt mehr Einschränkungen geben, wenn bestimmte Zahlen erreicht sind. (mst/jar)