Letzte Hoffnung durch Schockfoto

Frau mit tennisballgroßen Tumoren sammelt Spenden für Behandlung

Nina Collins sammelt mit Schockfoto ihrer Tumore Spenden für Behandlung
Nina Collins sammelt mit Schockfoto ihrer Tumore Spenden für Behandlung
© Kennedy News and Media

24. November 2020 - 9:27 Uhr

Besonders aggressive Brustkrebs-Art bedroht das Leben der Mutter

Vor zwei Jahren entdeckt Nina Collins beim Duschen einen Knoten in ihrer Brust. Sie erhält die Diagnose HER2-Brustkrebs, eine besonders aggressive Form. Aus dem Knoten sind mittlerweile zwei tennisballgroße Tumore gewachsen. In ihrem Heimatland England gilt die 59-Jährige als austherapiert, wird nur noch palliativ behandelt. Doch sie gibt die Hoffnung nicht auf und sammelt deshalb Spenden für eine alternative Behandlung. "Es ist, als hätte ich eine tickende Zeitbombe auf meiner Brust. Und wenn sie keine Strahlenbehandlung mehr machen können, um es aufzuhalten, muss ich einen anderen Weg finden", sagt Nina.

Mit Schock-Fotos zur Spende

Nina leidet an Brustkrebs
Nina leidet an Brustkrebs
© Kennedy News and Media

Nachdem es Anfang des Jahres so aussieht, als hätte die letzte Strahlentherapie geholfen, kehrt der Krebs plötzlich zurück. "Die Tumore sind schockierend aggressiv und wachsen viel schneller als beim ersten Mal", erklärt die Reitlehrerin. Ninas Schwester findet daraufhin bei ihrer Recherche eine spanische Privatklinik in Marbella, die eine alternative ganzheitliche Therapie anbietet. Um für die Behandlung 20.000 britische Pfund zu sammeln, geht Nina nun mit diesem schockierenden Foto ihrer Tumore an die Öffentlichkeit.

Weitere Informationen zu Symptomen, Behandlung und Heilungschancen von Brustkrebs finden Sie hier.

Auf ihrer "GoFundme"-Seite hat Nina bereits über 10.000 Pfund gesammelt – die Behandlung in der spanischen Klinik soll am 8. Dezember beginnen. Nina hofft, dass sie bis dahin die benötigte Summe zusammen hat, auch für ihren 21-jährigen Sohn Aaron, mit dem sie noch zusammenlebt.

"Aaron war eine riesige Unterstützung für mich, er hat mich zu jeder Behandlung begleitet und sie mit mir durchgestanden. Es ist eine große Quelle der Kraft und eine riesige Motivation, für ihn gesund zu werden."

Nina Collins mit ihrem Sohn Aaron
Nina Collins mit ihrem Sohn Aaron
© Kennedy News and Media

HER2-Brustkrebs - Die besonders aggressive Form

Nina Collins leidet am HER2-Mammakarzinom. Das heißt, die Zellen besitzen viele HER2-Rezeptoren, die dafür verantwortlich sind, dass sich die Zellen besonders häufig teilen. Der Tumor wächst deshalb besonders schnell und unkontrolliert. Circa 20 Prozent der Betroffenen Brustkrebspatientinnen leiden an dieser Form. Eine schnelle Diagnose und eine zielgerichtete Behandlung ist deshalb extrem wichtig! Nach Auskunft des Krebsinformationsdienstes gehört die gewählte Therapie von Nina Collins übrigens dem alternativmedizinischen Spektrum an. Deren Wirksamkeit ist nicht mit wissenschaftlichen Methoden getestet und nicht belegt.