Auf die Einschlafzeit kommt's an

Studie: Nachteulen haben ein höheres Diabetes-Risiko

Frau mit Schlafmaske liegt im Bett, Wecker steht auf 6:55 Uhr
Früher Vogel oder Nachteule? Forscher fanden heraus, dass unserer Einschlafzeit Auswirkungen auf die Entwicklung schwerwiegender Krankheiten haben kann.
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Wenn es ums Einschlafen geht, gibt es grob gesagt zwei Lager: die frühen Vögel und die Nachteulen. Während die einen eher zeitig ins Bett gehen, machen die anderen gerne auch mal die Nacht zum Tag. Doch Forscher fanden jetzt heraus, warum es ratsam sein kann, das Licht öfter auch mal früher ausknipsen.

Frühe Vögel sind aktiver und gesünder

Ein Forscherteam der Rutgers University in New Jersey, USA, hat in einer Studie zwei unterschiedliche Einschlaftypen miteinander verglichen: Nachteulen und frühe Vögel. Ziel dieser Untersuchung war es, herauszufinden, ob die jeweilige Einschlafzeit Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Und tatsächlich, so berichtet die „Sun“, konnten die Forscher rund um Professor Steven Malin nachweisen, dass eine Gruppe einem höheren Risiko ausgesetzt ist, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Und zwar die Gruppe derer, die eher spät ins Bett gehen und dementsprechend länger schlafen – die Nachteulen. Gleichzeitig habe man herausgefunden, dass die andere Gruppe nicht nur einem geringeren Risiko ausgesetzt sind, diese Beschwerden zu entwickeln, sondern dass die Frühaufsteher außerdem alles in allem eine bessere körperliche Fitness aufweisen.

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Nachteulen sind risikobehafteter - aber warum?

Doch woran liegt es, dass Langschläfer eher dazu tendieren, gewisse Krankheiten zu entwickeln? We die „Sun“ berichtet, haben die Forscher herausfinden können, dass Nachteulen tagsüber tendenziell weniger aktiv sind. Außerdem verbrenne man als Nachteule weniger Fett zur Energiegewinnung, was wiederum in einer Anhäufung von Fett im Körper resultiert. Die Folge: Man entwickle Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Genau das Gegenteil sei bei der anderen Test-Gruppe der Fall gewesen. Frühaufsteher seien tagsüber nicht nur aktiver. Sie verbrennen zur Energiegewinnung außerdem eher Fette als Kohlenhydrate, was das Krankheitsrisiko reduziere.

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Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher der Rutgers University, nachdem sie das Aktivitätsverhalten der unterschiedlichen Gruppen eine Woche lang beobachtet hatten. Zudem habe man die Körpermasse, die Insulinempfindlichkeit sowie den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel der Studienteilnehmer anhand von Atemproben untersucht.

Zwar benötige es noch weitere Studien, wie Studienleiter Professor Malin im Interview erklärt, doch die Ergebnisse würden bereits das Verständnis dafür verbessern, wie der Tagesrhythmus die körperliche Gesundheit beeinflusst. (vho)