Gute Stimmung unterm Weihnachtsbaum

5 Tipps, damit Weihnachten für Paare nicht zum Liebeskiller wird

Das Smartphone kann an Weihnachten zum echten Stimmungskiller werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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24. Dezember 2020 - 7:30 Uhr

Schließlich ist Weihnachten das Fest der Liebe

Es könnte alles so gemütlich sein an Heiligabend – auch, wenn man als Paar in diesem Jahr nur zu zweit feiert. Doch dann sitzt man nebeneinander und jeder schaut, wischt oder tippt schweigend auf seinem Smartphone herum. Statt Weihnachten miteinander zu begehen, werden Fotos über Social Media getauscht. Die Feiertage werden für viele Paare zur Zerreißprobe – auch, aber nicht nur wegen Corona. Wir erklären, woran das liegt und wie Sie das verhindern können.

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Einfach mal das Smartphone zur Seite legen

Laut einer Umfrage von Elitepartner sind Smartphones für 78 Prozent der Befragten der größte Störfaktor an Weihnachten. Was sonst noch stört, erklärt Stil-Trainerin Susanne Helbach-Grosser im Themendienst-Gespräch.

"Wer ständig am Smartphone hängt und jedes Detail über Social Media teilt, nervt", bestätigt die Knigge-Expertin. Denn auch der Empfänger der vielen Nachrichten werde dadurch vom Feiern abgehalten. Die Stil-Trainerin empfiehlt daher, handyfreie Zeiten schon vorab zu vereinbaren. Ein Foto vom Baum ist okay - dann das Handy ausschalten.

Wer allerdings der Oma in Irland oder auf Mallorca Weihnachtsgrüße übers Smartphone schicken möchte, kann das guten Gewissens tun. Schließlich sei Weihnachten ein Familienfest, und gerade ist es für viele die einzige Kontaktmöglichkeit. "Daraus kann man ein kleines Event machen", empfiehlt Helbach-Grosser. Wie wäre es also mit einem gemeinsamen Video-Anruf?

​Ein falsches Geschenk vermiest den Abend

Auch beim Schenken kann man einiges falsch machen. Ein "Wir schenken uns doch nichts" sollten vor allem Männer nicht allzu ernst nehmen. "Frauen erwarten meist, dass sie doch eine Kleinigkeit bekommen", sagt die Stil-Trainerin.

Ein falsches Geschenk trübt ebenfalls die Stimmung. "Bescheuerte Geschenke gibt es zuhauf", so die Expertin. Stillos wären etwa Küchengeräte für Frauen oder Fitnessbücher für Menschen, die mit ihrem Gewicht kämpfen. Dann gilt: "Keine Notlügen! Lieber direkt seine Enttäuschung zeigen - sonst bekommt man nächstes Jahr wieder etwas Ähnliches."

Nicht zu viel Alkohol

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Ein Weihnachtspulli, ein schickes Abendkleid oder doch die gemütliche Jogginghose? Alles eine Sache der Absprache. Soll die Kleidung zur festlichen Stimmung und liebevollen Weihnachtsdeko passen, rät die Expertin von zu entspannter Kleidung ab. "Weihnachtspullis finde ich witzig, dazu eine ausgeleierte Jogginghose geht gar nicht", sagt Helbach-Grosser.

Ein weiteres Problem dreht sich um Alkohol. "Ganz fürchterlich ist es, wenn sich nur einer der beiden betrinkt", so die Stil-Trainerin. Abgesehen von Kontaktbeschränkungen und Alkoholverbot im Freien ist es auch nicht empfehlenswert, sich ohne Absprache vor oder nach der gemeinsamen Feier noch mit seinen Kumpels zu treffen: "Das ist einfach nicht wertschätzend dem Partner oder der Partnerin gegenüber", sagt die Expertin.

Häufig kommt es bei Paaren zum Streit, wenn das Essen aufgetischt wird. Schwärmt der Mann dabei vom Weihnachtsessen seiner Mutter, verstehen das Frauen oft als Kritik an ihren Kochkünsten. "Es sollte klar sein: Wer kocht, macht das, wie er oder sie will", sagt die Stil-Trainerin. Zudem ist es nicht nötig, alles an einem Tag auf die Minute genau fertig zu kochen. Der Tipp der Expertin: Schon ein paar Tage vorher das Essen vorbereiten, einfrieren und an Weihnachten ganz entspannt auftauen.

Erwartungen frühzeitig klären

Damit es an Weihnachten erst gar nicht zum Streit kommt, rät die Expertin, sich im Voraus gut abzusprechen. "Dieses Fest ist oft überfrachtet mit Erwartungen", erklärt sie. Dabei sei es wichtig, die Ansprüche anzugleichen. Lägen die Vorstellungen von einem gelungenen Fest stets sehr weit auseinander, sollte auch mal die Beziehung an sich kritisch hinterfragt werden.

Damit man als Paar auch seine Ruhe hat, sei es durchaus legitim, mal unliebsame Verwandte nicht einzuladen. Die diesjährigen Kontaktbeschränkungen erleichtern das sogar. "Ich finde es nicht egoistisch, wenn man sich an Weihnachten mit den Menschen umgeben möchte, die man mag", erklärt Helbach-Grosser.


Quelle: DPA/ RTL.de