Im Spaßbad in Belgien

Baby (6 Monate) und Kleinkind (1,5) allein in Hitze gelassen - Eltern planschen im Wasser

Der Plopsaqua-Wasserpark in Hannut (Belgien).
Der Plopsaqua-Wasserpark in Hannut (Belgien): Hier hatten die Eltern ihre Kinder einfach in der Hitze zurückgelassen, während sie sich amüsierten (Archivbild).
picture alliance/dpa/BELGA | Eric Lalmand

Dieser Badeausflug einer Familie hätte im belgischen Hannut in einer Tragödie enden können. Ein sechs Monate altes Baby und sein anderthalb Jahre altes Geschwisterkind seien im Wasserpark Plopsaqua in schlechter gesundheitlicher Verfassung gefunden worden, berichten belgische Medien. Sie waren wohl einfach allein zurückgelassen worden, denn von ihren Eltern fehlte jede Spur. Später seien diese plantschend im Spaßbad gefunden worden, während sich die Rettungskräfte um ihre Kinder bemühten.

Plopsaqua-Mitarbeiter findet verlassene Kinder im Spaßbad

Ein Schwimmbad-Mitarbeiter habe am Sonntag Bewegungen auf einem Stapel Taschen wahrgenommen, berichtet Steve van den Kerkhof von Plopsaqua. „Er dachte zuerst, ein Tier würde sie durchsuchen. Als er näher kam, sah er dort ein Baby und ein weiteres sehr junges Kind, allein, offensichtlich verlassen“, zitiert die Tageszeitung „Le Soir“ den Generaldirektor.

Die beiden kleinen Kinder seien in schlechtem Zustand gewesen, so heißt es, was angesichts der hohen Temperaturen in Europa nicht verwunderlich ist. Medien berichten übereinstimmend, eines der Kinder wäre ein sechs Monate altes Baby, das andere ein anderthalbjähriges Kleinkind. Sie hätten sich nicht verständigen können. Von ihren Eltern fehlte zunächst jede Spur. Die Wasserpark-Mitarbeiter hätten daraufhin Rettungskräfte und Polizei verständigt.

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Kinder im Spaßbad allein gelassen: Haftbefehl gegen die Eltern

Nach einem Bericht von „RTL Belgium“ hätten die Eltern der beiden verlassenen Kinder in einem der Wasserbecken ausfindig gemacht werden können. Allerdings sollen sie sich alles andere als erfreut über das Eingreifen des Parks und das Hinzuziehen von Polizei und Rettungskräften gezeigt haben. Sie seien über die Kosten des Krankentransports besorgt gewesen, nicht aber über den Gesundheitszustand ihrer Kinder.

Das Baby und das Kleinkind seien zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht worden. Am Montag die erlösende Nachricht: Beide würden sich nicht mehr in Lebensgefahr befinden.

Gegen die Eltern sei Haftbefehl wegen Vernachlässigung erlassen worden, berichtet „RTL Belgium“. Die Staatsanwaltschaft in Lüttich habe die Ermittlungen übernommen. (lha)

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