Söder will bundesweites Bußgeld

250 Euro Strafe für Masken-Verweigerer

11. Oktober 2020 - 18:14 Uhr

Forderung aus Bayern: Söder will 250 Euro Bußgeld für Masken-Muffel

Es ist keine Zeit mehr für Partys - das haben am Sonntag die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen nochmal deutlich gemacht. Armin Laschet zieht die Zügel in NRW an und warnt: Wir müssen uns jetzt anstrengen! Markus Söder fordert darüber hinaus auch noch ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro für Maskenverweigerer. Denn: In vielen Städten breitet sich das Coronavirus weiter aus. Immer neue Hotspots entstehen. Im Video haben wir die aktuelle Corona-Lage in Deutschland zusammengefasst. 

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CSU-Chef Markus Söder: „Es wird langsam gefährlich“

"Wir brauchen mehr Einheitlichkeit in Deutschland, nur so können wir die Geduld der Leute einfordern", sagte Söder. Letzendlich sei das Motto immer gleich: "Mehr Maske, weniger Alkohol und etwas kleinere Partys". Man dürfe die Lage nicht schönreden, so der CSU-Chef. In ganz Deutschland müssten Verstöße gegen die Maskenpflicht mit einem hohen Bußgeld geahndet werden, meint er – und zwar mit 250 Euro, wie in Bayern.

Das ständige Kleinreden der Herausforderung habe leider Wirkung. "Die Geduld und die Mitmachbereitschaft der Bevölkerung sind dadurch gesunken", sagte er, "die Zahlen sind zu früh zu hoch." Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. "Und wenn wir jetzt nicht rasch umsteuern, kann dieselbe Entwicklung wie in Frankreich oder Spanien mit explodierenden Zahlen und nicht mehr beherrschbaren Fällen eintreten", warnte der CSU-Chef.

Zahl der Neuinfektionen schießt in Deutschland hoch

Immer mehr deutsche Städte werden zu Corona-Hotspots und fahren daher die Sicherheitsmaßnahmen zum Eingrenzen der Pandemie hoch. Am Wochenende meldeten unter anderem Köln, Stuttgart und Essen das Überschreiten der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Andere Großstädte wie Berlin, Frankfurt und Bremen waren schon zuvor über diese Marke gestiegen. München liegt nur noch knapp darunter. In Berlin trat am Wochenende deshalb eine nächtliche Sperrstunde in Kraft, Stuttgart bereitet diese vor, Köln schränkte das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit stark ein.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag meldeten die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages 3.483 neue Corona-Infektionen. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Allerdings zeigt ein Wochenvergleich den starken Anstieg: Am Sonntag vor einer Woche waren 2.279 Neuinfektionen gemeldet worden, am Sonntag vor zwei Wochen 1411. Ab Samstag wurde mit 4.721 Fällen ein neuer Spitzenwert in diesem Herbst verzeichnet.

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