Autobahn kilometerweit abgesperrt

SEK-Einsatz auf A9 bei Hilpoltstein: Festnahme nach mutmaßlicher Geiselnahme in Reisebus

22. September 2021 - 7:31 Uhr

Großeinsatz in Mittelfranken

Nach dem Großeinsatz auf der Autobahn 9 hat die Polizei nun den Tatverdächtigen vernommen, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen mitteilte. Der 30 Jahre alte Mann soll Fahrgäste eines Reisebusses mit dem Tod bedroht und drei Busfahrer als Geiseln genommen haben.

Busfahrer waren noch im Fahrzeug

21.09.2021, Bayern, Hilpoltstein: Polizisten stehen mit ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 9. Wegen eines mutmaßlich bewaffneten Passagiers in einem Reisebus hat die bayerische Polizei die Autobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Gred
Polizisten stehen mit ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 9.
© dpa, Ralph Goppelt, wst

Zu den Ergebnissen der Vernehmung gab die Polizei bisher keine Auskunft. Die Fragen, ob der mutmaßliche Täter bewaffnet war und ob es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handelte, blieben offen. Auch zu dem psychischen Zustand des Mannes oder möglichen Motiven gab es keine Angaben. Die Ermittlungen laufen weiter.

Nach bisherigen Erkenntnissen war es der Polizei zufolge am Dienstagnachmittag in dem Bus mit Fahrtziel Serbien zum Streit gekommen. Der Mann habe behauptet, eine Waffe zu haben und gedroht, er werde alle umbringen. Es sei zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Fahrgästen gekommen, wobei zwei Menschen leicht verletzt worden seien. Der Bus habe deshalb angehalten. Bis auf drei Busfahrer konnten alle Fahrgäste den Bus verlassen.

Kräfte des Spezialeinsatzkommandos SEK griffen nach dem stundenlangen Großeinsatz, an dem Dutzende Beamte beteiligt waren, gegen 21.30 Uhr zu. Der Täter sei dann «widerstandslos» festgenommen worden. Der mutmaßliche Geiselnehmer und die Busfahrer befanden sich noch im Fahrzeug. Laut Polizei hatten die Beamten über das Handy eines Busfahrers Kontakt zu ihnen aufgenommen. (dpa)