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Mittelschmerzen: Ursachen und Therapie

Mittelschmerz: Symptome und Abhilfe
Mittelschmerz: Symptome und Abhilfe Eisprung 00:00:53
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Schmerzen beim Eisprung: Die Mittelschmerzen

Sie können ein paar Minuten andauern, aber auch mehrere Stunden oder sogar Tage, können intensiv sein oder auch nur als leichtes Ziehen wahrgenommen werden: Mittelschmerzen. Viele Frauen leiden während des Eisprungs daran, doch die wenigsten wissen, was es damit wirklich auf sich hat. Woher kommen die Schmerzen überhaupt und was kann man dagegen tun?  

Was sind Mittelschmerzen und wie fühlen sie sich an?

Mittelschmerz: Symptome und Abhilfe
Schmerzen beim Eisprung: Was sind Mittelschmerzen © Udo Kroener - Fotolia

Etwa 40 Prozent aller Frauen leiden unter Mittelschmerzen, auch Intermenstrualschmerzen oder Ovulationsschmerzen genannt. Diese Unterleibsschmerzen treten während des Eisprungs, also in der Mitte des Zyklus auf. Sie werden allerdings unterschiedlich wahrgenommen: Was von einigen Frauen nur als leichtes Ziehen oder Schweregefühl im Unterleib beschrieben wird, zeigt sich bei anderen Frauen durch starke, mehrere Stunden oder Tage anhaltende Unterleibsschmerzen oder -krämpfe. Wiederrum andere verspüren zum Eisprung gar keine Schmerzen.

Viele Frauen haben monatlich mit dem Mittelschmerz zu kämpfen, andere nur in unregelmäßigen Abständen. Die Intensität kann dabei von Mal zu Mal variieren. Anders als Regelschmerzen treten Mittelschmerzen einseitig auf, was davon abhängt, welcher Eierstock gerade aktiv ist. Gelegentlich tritt während des Eisprungs zusätzlich eine leichte Blutung auf.

Woher kommen Mittelschmerzen beim Eisprung?

Die Ursache von Mittelschmerzen ist bis heute wissenschaftlich nicht geklärt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die Schmerzen durch das Aufplatzen des Follikels, der die Eizelle freigibt, auftreten. Die pralle Füllung des Follikels führt zu einer Spannung, die durch das Platzen noch verstärkt wird. Außerdem kann die beim Eisprung austretende Flüssigkeit das Bauchfell reizen, was ebenfalls zu Schmerzen führen kann.

Was lindert Mittelschmerzen beim Eisprung?

Wie bei regelbedingten Unterleibsschmerzen kann auch beim Eisprung eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Dinkel- oder Kirschkernkissen für Linderung sorgen. Manchmal hilft auch ein heißes Bad oder die Einnahme von Magnesium. Wenn die Schmerzen aushaltbar sind, können auch Sport oder eine leichte Massage Abhilfe verschaffen.

Auch können Globuli-Kügelchen mit Hamamelis Linderung verschaffen, denn Hamamelis – auch Zaubernuss genannt – zeigt bei manchen Frauen auch bei Menstruationsschmerzen eine beruhigende Wirkung. Auch Heilpflanzen, die Sie aufgekocht als Tee zu sich nehmen können, sollen die Schmerzen regulieren können. Zu diesen Pflanzen zählen zum Beispiel Frauenmantel und Gänsefingerkraut.

Sind die Schmerzen allerdings sehr stark und halten über einen längeren Zeitraum an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann feststellen, ob für die Schmerzen nicht vielleicht von einer Endometriose oder Eierstockzyste herrühren.

Vorsicht: Keine Garantie für Fruchtbarkeit

Auch wenn Mittelschmerzen im Normalfall während des Eisprungs auftreten, sind sie nicht zum akkuraten Bestimmen der Fruchtbarkeit geeignet. Im Zusammenhang mit einem Fruchtbarkeitsrechner oder der Messung der Basaltemperatur können Mittelschmerzen für die Familienplanung aber natürlich unterstützend von Vorteil sein.

Hier gilt jedoch zu beachten: Mittelschmerzen gehen dem Basaltemperaturanstieg etwa zwei Tage voraus, manchmal auch mehr. Sowohl Zeitpunkt als auch Intensität können sehr variieren. Manche Frauen verspüren gar keinen Ovulationsschmerz. Deshalb sollte man sich zur Empfängnisverhütung niemals auf das Ausbleiben oder Aufhören des Mittelschmerzes verlassen.

Frauengesundheit: Menstruationsbeschwerden

Viele Frauen leiden nicht nur unter Mittelschmerzen, sondern klagen auch vor und während der Menstruation über Beschwerden. Ob heftige Unterleibsschmerzen oder depressive Verstimmungen: Oft sind die Hormone schuld. Es gibt aber auch organische Ursachen für Regelschmerzen und PMS, wie beispielsweise Polypen, Myome oder die bereits genannte Endometriose – also eine Wucherung der Gebärmutterschleimhaut.

Was Sie bei akuten Regelschmerzen tun können, erfahren Sie im Video:

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