Symptome von Ovarialzysten

Eierstockzyste: Wann das Geschwür gefährlich wird

So enstehen Eierstockzysten Follikelzysten und Gelbkörperzysten
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Follikelzysten und Gelbkörperzysten
So enstehen Eierstockzysten

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Der Befund Eierstockzyste versetzt viele Frauen in Panik. Die gute Nachricht: In 98 Prozent der Fälle sind Zysten gutartig und damit harmlos. In seltenen Fällen jedoch kann die Zyste platzen. Genau das ist „Bauer sucht Frau“-Star Antonia Hemmer passiert. Auf welche Symptome Sie achten und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten, erklären wir hier.

Was sind Zysten und wo bilden sie sich?

Zysten oder tumorartige Geschwüre können sich in der Gebärmutter, in den Eierstöcken oder auch im kleinen Becken bilden. Nicht immer sind sie schmerzhaft oder bösartig und nicht immer müssen sie unbedingt entfernt werden - aber in jedem Fall sollte ein Facharzt darüber entscheiden. Daher empfiehlt es sich, regelmäßige Kontrollbesuche beim Frauenarzt fest einzuplanen.

Tumor bedeutet wörtlich übersetzt Schwellung, ohne dass damit die Art der Schwellung benannt wird. Mit dem Begriff Tumor können im Allgemeinen Entzündungen, Geschwulste, Ödeme oder Zysten gemeint sein. Als Zyste bezeichnet man also eine bestimmte Tumorform. Zysten sind Hohlräume im Gewebe, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Wenn sich eine solche Zyste am Eierstock bildet, nennt man das Ovarialzyste oder eben Eierstockzyste.

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Funktionelle Eierstockzyste oder Retentionszyste?

Eierstockzysten können entweder durch die normale Veränderung während des Zyklus entstehen, dann bezeichnet der Arzt diese als funktionell. Oder sie entstehen ganz unabhängig von der eigentlichen Funktion des Eileiters, dann werden sie als Retentionszysten bezeichnet.

Funktionelle Eierstockzysten sind relativ häufig und meist gutartig. Bei geschlechtsreifen Frauen treten funktionelle Zysten vor allem kurz nach der Pubertät oder vor den Wechseljahren auf. Ursachen für ihre Entstehung können neben den normalen zyklusabhängigen Hormonschwankungen auch Nebenwirkungen einer Hormontherapie sein.

Weitere Ursachen können eine Endometriose aber auch eine Schilddrüsenerkrankung oder Funktionsstörungen der Nebennierenrinde sein.

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Symptome für Ovarialzysten

Unterleibschmerzen bei Eierstockzyste
Eine Eierstockzyste kann sich beispielsweise durch Unterleibsschmerzen bemerkbar machen.
Getty Images/iStockphoto, vitapix

Oft bleiben Eierstockzysten unbemerkt, da sie in vielen Fällen sehr klein bleiben und keine Symptome verursachen. In der Regel werden sie dann in einer Routineuntersuchung entdeckt. Größere Zysten hingegen können folgende Symptome verursachen:

Es gibt verschiedene Arten der Eierstockzysten. Allgemein wird zwischen der Follikelzyste, der Corpus-luteum-Zyste, der Luteinzyste, der Endometriosezyste und den Polyzystische Ovarien unterschieden.

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Follikelzysten

Die Follikelzyste tritt am häufigsten auf, vor allem bei jungen Frauen. Sobald die Regel bei Mädchen einsetzt, bildet sich einmal monatlich ein Eibläschen (Follikel) im Eierstock, in dem die Eizelle heranreift. Beim Eisprung platzt der Follikel bei einer Größe von etwa 15 bis 25 Millimetern und spült die Eizelle heraus. Wenn kein Eisprung stattfindet, kann der Follikel erhalten bleiben, dabei produziert er Flüssigkeit. Wächst der Follikel dann weiter, entsteht daraus eine Follikelzyste.

Corpus-luteum-Zysten

Eine weitere Eierstockzyste ist die Gelbkörperzyste. Nach dem erfolgreichen Eisprung wandelt sich der Follikel in den Gelbkörper (Corpus luteum) um. Der Gelbkörper bildet die Hormone Östrogen und Progesteron. Wird die Eizelle befruchtet, bleibt der Gelbkörper die ersten drei Monate der Schwangerschaft dadurch erhalten. Findet keine Befruchtung statt, wird er abgebaut, was zur Menstruationsblutung führt. Es kommt aber vor, dass er sich stattdessen durch Einblutung vergrößert und eine Gelbkörperzyste bildet.

Luteinzysten

Häufig entstehen während einer Therapie von Unfruchtbarkeit Luteinzysten aus dem Gelbkörper (Corpus luteum). Durch die Gabe von bestimmten Hormonen soll die Reifung von Eizellen im Eierstock angeregt werden. Eine Nebenwirkung dieser Therapie ist die Bildung von Luteinzysten. Allerdings kann auch durch eine Erkrankung eine ungeplante Produktion von Schwangerschaftshormonen einsetzen, wodurch diese eher seltene Eierstockzysten-Form entsteht.

Video: So entstehen Eierstockzysten

So enstehen Eierstockzysten Follikelzysten und Gelbkörperzysten
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Follikelzysten und Gelbkörperzysten
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Endometriosezysten

Als Endometriosezysten bezeichnet man Teile der Gebärmutterschleimhaut, die sich abgesetzt haben, aber dann an anderen Stellen weiterwachsen, beispielsweise im Bereich der Eierstöcke und Eileiter. Diese Schleimhautstücke sollten eigentlich durch die Menstruation nach außen getragen werden. Da das Blut aber dann nicht mehr abfließen kann, können sich Eierstockzysten bilden, die aufgrund ihrer Farbe „Schokoladenzysten“ genannt werden.

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Polyzystische Ovarien

Manche Frauen produzieren überdurchschnittlich viele männliche Hormone, diese stellen den weiblichen Zyklus dann ziemlich auf den Kopf. Dabei wachsen gleich mehrere Follikel in beiden Eierstöcken heran, entwickeln sich dann aber nicht weiter. Auch bei Patientinnen mit Diabetes mellitius kann die Insulinresistenz die Bildung polyzystischer Ovarien fördern.

Welche Komplikationen gibt es bei Eierstockzysten?

Ultraschalluntersuchung bei Eierstockzyste
Ultraschalluntersuchung bei einer Eierstockzyste
picture alliance / Bildagentur-o

In den meisten Fällen sind Eierstockzysten kein Grund zur Besorgnis, da sie meistens gutartig sind. Doch in sehr seltenen Fällen (unter zehn Prozent) kann die Zyste platzen. Wenn eine Zyste platzt, können gefährliche innere Blutungen entstehen.

Bei starken Schmerzen im Unterbauch, Erbrechen, schnellem Puls oder Schweißausbrüchen sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.Denn diese Symptome können auf eine geplatzte Zyste hindeuten.

Bösartige Entartung

Eierstockzysten können sich zu Krankheiten wie zum Beispiel Eierstockkrebs entwickeln. Daher sei eine regelmäßige Untersuchung durch einen Arzt notwendig, bis die Zyste vollkommen zurückgebildet ist. (nri/pdr)