Sechs Wochen nach Entwarnung

Zweifach-Mama (29) galt als geheilt: Schmerzen am Po entpuppen sich als Krebs im Endstadium

Gemma kämpft mit allen Mitteln gegen den Krebs an, um sich ihren größten Wunsch zu erfüllen: ihre Kinder aufwachsen zu sehen.
Gemma kämpft mit allen Mitteln gegen den Krebs an, um sich ihren größten Wunsch zu erfüllen: ihre Kinder aufwachsen zu sehen.
© Jampress

23. Dezember 2021 - 9:37 Uhr

Von "geheilt" zu "unheilbar" in sechs Wochen

Im März dieses Jahres wird bei der zweifachen Mutter Gemma Denhamn (29) Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Nach diversen Behandlungsmethoden, unter anderem Chemotherapie und verschiedene Formen der Strahlentherapie, geben die Ärzte im Oktober Entwarnung, der Krebs der Britin aus Cheshunt ist verschwunden. Gerade einmal sechs Wochen später dann der Schock: Die Krankheit ist zurück, hat sich über ihr Becken und einen Teil ihrer Wirbelsäule ausgebreitet. Diagnose: unheilbar.

Die zweifache Mutter klagte bereits im August 2020 über Schmerzen in Beinen, Becken und Rücken

Die Geschichte von Gemma beginnt im August 2020. Sie klagt immer wieder über Schmerzen in den Beinen, im Becken und im Rücken. Es wird "gesunder" Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert und sie wird positiv auf HPV getestet. Trotzdem soll sie zunächst abwarten und es werden keine weiteren Untersuchungen oder Behandlungen vorgenommen. Einige Wochen später wird bei einem Ultraschall schließlich eine Masse im Gebärmutterhals gefunden, im März erhält sie die Krebs-Diagnose: "Meine größte Sorge war, dass ich nicht mehr für meine Kinder da sein kann – sie sind meine ganze Welt. Alles, was ich tue, tue ich für sie", erzählt die zweifache Mutter im Interview mit "Jampress".

"Ich war völlig aus dem Häuschen. Ich konnte es nicht ganz glauben"

Sie beginnt sofort mit Behandlungen gegen den Krebs, einschließlich Chemotherapie, Strahlentherapie, Bluttransfusionen und Thrombozytentransfusionen: "Die Behandlung verlief wirklich gut. Mein Körper war zum Glück stark genug, um mit der Chemotherapie umzugehen." Anfang Oktober wird schließlich Entwarnung gegeben, nachdem bei einer Untersuchung keine Spuren des Krebses mehr zu finden sind. Sowohl ein MRT- als auch ein PET-Scan bestätigen diese Diagnose. Gemma und ihr Partner Elliot (31) können ihr Glück zu dem Zeitpunkt kaum fassen: "Ich war völlig aus dem Häuschen. Ich konnte es nicht ganz glauben, aber ich spürte plötzlich einen Anflug von Mut. Ich würde endlich für meine Kinder gesund sein!"

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Der Krebs ist zurück und hat sich auf ihr Becken und ihre Wirbelsäule ausgebreitet

Wenige Wochen später hat die Britin Schmerzen an ihrem Po. Sie spürt sofort, dass etwas nicht stimmt. Und leider bestätigt sich ihr Gefühl: Der Krebs ist zurück und hat sich auf ihr Becken und ihre untere Wirbelsäure ausgebreitet. Laut der Ärzte wurde bei den letzten Scans entweder etwas übersehen oder der Krebs war in kürzester Zeit rapide gewachsen. Gemmas Erkankung ist bereits in einem Stadium, in dem sie als unheilbar gilt. "Als sie mir die Nachricht überbrachten, sagten sie mir, dass es nichts mehr für mich zu tun gäbe, nicht einmal eine Chemotherapie, da sie nicht wirken würde."

Klinische Studie ist Gemmas letzte Hoffnung

Doch die Ärzte sehen eine letzte Hoffnung. Möglicherweise kann Gemma an einer klinischen Studie teilnehmen, bei der es um eine Immuntherapie gegen Krebs geht: "Ich werde mich Tests unterziehen, um herauszufinden, ob ich eine gute Kandidatin für die Teilnahme bin. Meine größte Sorge ist es, nicht die beste Mutter zu sein, die ich für meine wunderbaren Kindern sein kann und nicht in der Lage zu sein, sie durch die wichtigsten Schritte in ihrem Leben zu begleiten. Ich hoffe, dass ich noch sehr lange für meine Kinder da sein kann und ich werde so positiv bleiben wie ich kann und mit all meiner Kraft dagegen ankämpfen." (jos)

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