Aromatisches Spektakel

Saisonales Genuss-Rezept: Vegetarischer Flammkuchen mit Kürbis, Birne & Ziegenkäse

Mit Kürbis, Birne und Ziegenkäse wird Flammkuchen zu einem ganz besonderen Genuss.
Mit Kürbis, Birne und Ziegenkäse wird Flammkuchen zu einem ganz besonderen Genuss.
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29. November 2021 - 14:29 Uhr

Der beliebte Klassiker Flammkuchen mal anders - und vegetarisch

von Laura Stunz

Darf es ein wenig Abwechslung sein? Dieser vegetarische Flammkuchen mit Kürbis, Birne und Ziegenkäse vereint die Aromen der Saison. Das Rezept.

Dieses aromatische Geschmacks-Spektakel ist eine willkommene Abwechslung

Es muss nicht immer gewöhnlich sein – ein herrlich-knuspriger Flammkuchen mit einer Creme aus feinem Ziegenkäse, belegt mit Birne, Kürbis und roten Zwiebeln lädt zum Genießen ein. Ein saisonaler Schmaus für all diejenigen unter Ihnen, die Lust auf ein wenig Abwechslung und Extravaganz haben.

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Winterzeit ist Flammkuchenzeit – Traditioneller Genuss an kalten Tagen

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür – und mit ihr die festliche Saison der Weihnachtsmärkte, Adventsessen und Familienbesuche. Stichwort Weihnachtsmarkt – als Inbegriff der Vorweihnachtszeit ist der Besuch auf dem jährlichen Markt ein wahrliches Erlebnis der Sinne. Warm eingepackt, mit Glühwein in der Hand über den bunten, lichtererstrahlten Weihnachtsmarkt zu spazieren, eingeharkt bei den Liebsten und stets den Duft unzähliger Speisen in der Nase – es gibt wohl kaum etwas schöneres. Neben gebrannten Mandeln, Pommes, Magenbrot oder zuckrigen Waffeln darf natürlich in keinem Fall der Flammkuchen fehlen. Doch was steckt eigentlich hinter der köstlichen Spezialität?

Im Grunde nichts anderes als ein knusprig gebackener Boden aus Hefe- oder Ölteig. Traditionell bestrichen mit Sauerrahm, gedünstetem Speck und Zwiebeln, wird dieser dann bei starker Hitze für kurze Zeit im Holzofen gebacken – ein hauchdünnes, herrlich knuspriges Teiggebäck entsteht, getragen von dem Zusammenspiel der Aromen seines Belags.

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Klassischer Flammkuchen nach Elsässer Art: Hintergründe & Herkunft

Der Flammkuchen kommt in seiner ursprünglichen Form aus Frankreich, genauer gesagt aus dem Elsass und wird hier entsprechend als "tarte flambée" bezeichnet. In Saarland, Baden und der Pfalz gilt das Gericht ebenfalls als regionale Spezialität und erfreut sich so auch hierzulande größter Beliebtheit.

Entstanden ist der Flammkuchen aus dem damaligen Brotteig. Bäcker und Bauern trennten ein kleines Stück des Teiges ab, rollten dieses dünn aus und legten es für wenige Minuten auf die heiße Steinplatte im Ofen, um die Temperatur des Ofens zu überprüfen. Da der Flammkuchen so in der ersten starken Hitze des Holzbackofens gebacken wurde, wird er in einigen Regionen auch als Hitzekuchen bezeichnet. Die heutige Spezialität wurde demnach vor allem als Behelf verwendet, um die Temperatur des Ofens für das spätere Brot einzuschätzen. Wurde der Teig zu schnell dunkel, musste mit dem Einschießen des Brotes gewartet werden, bis der Ofen etwas abgekühlt war. Der Begriff "Flammkuchen" ist darauf zurückzuführen, dass die Flammen im Ofen noch nicht vollständig ausgelodert waren, wenn dieser eingeschoben wurde.

Aus der Idee eines erfinderischen Bäckers, das Teigstück mit Creme Fraiche, Zwiebeln und Speck zu belegen, bevor er es in den Ofen schob, entstand der heutige Klassiker. Man munkelt, dass der köstliche Duft der Speise zahlreiche Bewohner und Bauern des Dorfes anlockte. Man teilte das Teigstück und war begeistert vom unverwechselbaren Zusammenspiel der Aromen – ein Traditionsgericht war geboren.

Winterlicher Genuss mit einem saisonalen Belag

Neben dem klassischen Elsässer Flammkuchen haben sich mit den Jahren unzählige Varianten mit verschiedensten Zutaten-Kombinationen etabliert. Ob mit Räucherlachs, Dill und Meerrettich, mediterran mit Tomate, Mozzarella und frischem Basilikum oder orientalisch angehaucht mit Datteln und feinem Honig – Flammkuchen macht in jeglicher Form eine gute Figur.

Besonders gut eignet sich der Flammkuchen dazu, beim Belag saisonal kreativ zu werden. Im Frühjahr sorgen Spargel und Mairüben für Abwechslung, in der kalten Jahreszeit begeistern Grünkohl, Kartoffeln oder rote Beete. Auch süß ist der "Hitzekuchen" ein Genuss. Als Nachspeise überzeugt eine Apfel-Zimt-Kombination, auch Nuss-Nougat-Creme mit frischen Früchten und Puderzucker lassen kulinarische Träume wahr werden.

Auch die hier vorgestellte Kreation bedient sich an den Zutaten der Saison. Die Grundlage bildet eine vollmundige Creme aus Ziegenfrischkäse. Zum fein-nussigem Kürbisfleisch gesellen sich aromatische rote Zwiebeln, die mit ihrer leicht feurigen Note ideal mit der süßlichen Birne harmonieren. Als Finish dienen knackige Kürbiskerne und eine Prise an Hefeflocken – diese sorgen für eine herrlich-würzige Note und runden das Gericht geschmacklich ab. Zudem sorgen sie für die eine extra Ladung an Nährstoffen. Was Hefeflocken so wertvoll macht, erfahren sie hier.

Die Experimentierfreudigen unter Ihnen können den fertigen Flammkuchen nach dem Backen mit etwas Honig beträufeln. Dieser hebt die süßliche Note der Birne hervor und harmoniert fantastisch mit der fein-säuerlichen Note des Ziegenkäses. Ein gelungener Abschluss – Bon Appetit!

Rezept für zwei vegetarische Flammkuchen mit Kürbis, Birne & Ziegenkäse

Zutaten

  • 200 Gramm Dinkelmehl 630er
  • 120 Milliliter warmes Wasser
  • 3 Esslöffel Öl
  • 1 Prise Salz
  • 250 Gramm Ziegenfrischkäse
  • 50 Milliliter Vollmilch
  • 1 Teelöffel getrockneter Thymian
  • 1 Teelöffel getrockneter Rosmarin
  • frischer, gemahlener Pfeffer
  • Salz
  • 300 Gramm Kürbis z.B. Hokkaido
  • 1 mittelgroße Birne (circa 200 Gramm)
  • 1 rote Zwiebel
  • Zum Garnieren: Kürbiskerne und Hefeflocken
  • Optional: Etwas Honig

Zubereitung

  1. Das Dinkelmehl mit warmen Wasser, Öl und einer Prise Salz gut vermengen, bis ein geschmeidiger Teig daraus entstanden ist. Wenn der Teig zu klebrig ist, etwas mehr Mehl hinzugeben.
  2. Mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Ziegenfrischkäse mit Milch verrühren, mit Thymian, Rosmarin, Pfeffer und etwas Salz würzen.
  4. In der Zwischenzeit den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und in dünne Scheiben hobeln. Birne schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Zwiebeln abziehen, halbieren und in Ringe schneiden.
  5. Den Teig in zwei Teile teilen und sehr dünn, am besten direkt auf jeweils ein Backpapier, ausrollen.
  6. Ziegenfrischkäse auf den Fladen verstreichen, mit Zwiebeln, Kürbis und Birnenscheiben belegen. Mit Pfeffer und Salz würzen.
  7. Auf ein Backblech geben und für 10 Minuten bei 230 Grad Ober-/Unterhitze backen.
  8. Fertige Flammkuchen mit Kürbiskernen und Hefeflocken bestreuen. Optional mit etwas Honig beträufeln.
  9. Sofort servieren.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf stern.de.