Zutat sorgt für Übelkeit und ErbrechenNestlé weitet Babynahrungs-Rückruf erneut aus

Nestlé weitet seinen Babynahrungs-Rückruf weiter aus. (Symbolbild)
Nestlé weitet seinen Babynahrungs-Rückruf weiter aus. (Symbolbild)
Olga Yastremska, New Africa, Africa Studio

Noch eine Charge ist betroffen!
Bereits im Dezember und Januar ruft Nestlé Babynahrung zurück, nachdem in einer Zutat ein gefährlicher Giftstoff nachgewiesen wurde. Nun folgt eine weitere Charge – während die Justiz den Zusammenhang mit zwei Todesfällen in Frankreich prüft.

Nestlé ruft weitere Charge Babynahrung zurück

Der Nahrungsmittelriese Nestlé hat seinen bereits großangelegten Rückruf von Säuglingsnahrung ausgeweitet, nachdem Frankreich den Grenzwert für das Toxin Cereulide gesenkt hat. Betroffen sei eine weitere Charge der Marke Guigoz, teilte der Schweizer Konzern am Mittwoch (4. Februar) mit.

Lese-Tipp: Staatsanwaltschaft ermittelt! Ist verunreinigte Säuglingsmilch schuld am Tod von zwei Babys?

Streaming Tipp

Der Schritt stand den Erwartungen der Analysten entgegen, die keine weiteren Rückrufe befürchtet hatten. Das Toxin Cereulide, das Übelkeit und Erbrechen verursachen kann, war in Zutaten aus einer chinesischen Fabrik nachgewiesen worden. Die Fabrik beliefert zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter auch Danone und Lactalis. Die Funde haben in Dutzenden von Ländern zu Rückrufen geführt.

Video-Tipp: So gefährlich können Nahrungsergänzungsmittel werden

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Staatsanwaltschaft prüft Zusammenhang mit zwei Toden

Überschattet wird der Fall von Ermittlungen der französischen Justiz. Diese prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod zweier Säuglinge und zurückgerufenen Guigoz-Produkten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das französische Gesundheitsministerium und Nestlé erklärten jedoch, es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keine Beweise für einen solchen Zusammenhang. Ergebnisse würden in den kommenden Tagen erwartet.

Lese-Tipp: Skandal um Säuglingsnahrung: Familien und Foodwatch reichen Klage ein

Frankreich hatte den Grenzwert für Cereulide am Samstag nach einem Treffen mit der EU-Lebensmittelbehörde EFSA verschärft. Nestlé hatte bereits im Januar und Dezember Chargen von Guigoz und anderen Marken zurückgerufen. (fkl/reuters)

Verwendete Quellen: Reuters