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RKI-Chef Wieler schlägt Alarm: Deutliche Worte für dramatische Corona-Lage in Deutschland

Jens Spahn und Lothar Wieler über die neuen Corona-Regeln in Deutschland

Wieler schlägt Alarm: "Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch"

RKI-Chef zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland Bundespressekonferenz
02:25 min
Bundespressekonferenz
RKI-Chef zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland

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Wieler und Spahn finden deutliche Worte

RKI-Chef Lothar Wieler hat mit deutlichen Worten auf die dramatische Corona-Lage in Deutschland aufmerksam gemacht. "Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch", erklärte er am Freitag in Berlin. Wieler rief einmal mehr zum Impfen auf.

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Corona: Spahn sieht Fortschritte beim Impfen

Gesundheitsminister Spahn erklärte derweil, er sähe Fortschritte beim Impfen. In der kommenden Woche würden mehr als sechs Millionen Dosen ausgeliefert, nach zuvor um die vier Millionen, sagt Spahn. Mittlerweile seien wieder mehr als 45.000 Arztpraxen an Impfungen beteiligt, im Sommer seien es 20.000 gewesen und in der Hochphase 75.000. Die Tendenz gehe also "klar in die richtige Richtung", sagte der CDU-Politiker.

Spahn erklärte, dass man ab sofort wieder stärker den Impfstoff von Moderna nutzen zu wollen. „Davon haben wir viel vorrätig“, so der geschäftsführende Gesundheitsminister. Biontech und Moderna seien „gleich gut geeignet.“

Spahn fordert Pflegebonus von "5000 Euro plus X"

Angesichts der hohen Belastung der Intensivstationen forderte Spahn eine Prämie für Pflegepersonal, vor allem auf den Intensivstationen. „5000 Euro plus X“ schwebten ihm als Summe vor, sagte der 41-Jährige. Ein „deutlicher Bonus“ sei wichtig.

Spahn betonte „dass wir in einer schwierigen, vielleicht auch in der schwersten Lage bisher“ sind. Das unterstrich auch Wieler. Er erklärte, dass es aktuell „geschätzt mehr als eine halbe Million aktive Covid-Fälle“, gäbe. „So viele wie noch nie.“

Er rief angesichts dieser Zahlen erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. „Man sieht deutlich: Die Impfungen wirken sehr, sehr gut!“ Wieler veranschaulichte dies in der Bundespressekonferenz anhand mehrerer Statistiken. Die Szene sehen Sie oben im Video.

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Coronavirus - Berlin Pressekonferenz Wieler und Spahn
nie nic, dpa, Kay Nietfeld

„Wir brauchen eine massive Kontaktreduktion“, mahnte der RKI-Chef. „Dazu gehört auch, dass wir alle unsere privaten Kontakte so weit wie möglich reduzieren. Wir sollten natürlich Treffen mit vielen Leuten in Innenräumen vermeiden.“

Wieler pochte darauf, dass die Empfehlungen des RKI umgesetzt werden sollten. „Wir haben jede dieser vier Wellen vorausgesagt“, erklärte er. Der Virologe Christian Drosten habe gesagt, er wolle nicht zum Papagei werden. Er sei gezwungenermaßen nur leider schon längst ein Papagei, so Wieler.