Erschreckender Crashtest

E-Scooter: Das sind die wichtigsten Regeln

11. August 2019 - 17:39 Uhr

Bereits rund 10.000 E-Roller auf Deutschlands Straßen

Seit dem 15. Juni sind sie in Deutschland zugelassen: E-Scooter. Und offenbar haben die Einwohner der meisten größeren Städte nur darauf gewartet, denn auf einmal sind sie im Straßenverkehr allgegenwärtig. Aber gehen wir zu sorglos mit den neuen Flitzern um? Im Video zeigt unser erschreckender Crashtest, was passieren kann, wenn sich E-Scooter-Fahrer nicht an die Regeln halten. Die wichtigsten davon haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wie schnell darf man mit E-Scootern fahren?

E-Tretroller dürfen zwischen sechs und zwanzig Kilometer pro Stunde fahren.

Wo dürfen E-Scooter fahren?

Die Roller gelten als sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge. Laut dem Bundesamt für Justiz müssen Nutzer sie daher ähnlich behandeln wie Fahrräder: Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen sind erlaubt – nur wenn diese fehlen, darf der E-Scooter auf die Straße. Der Gehweg hingegen ist tabu!

Ab wie viel Jahren darf man auf E-Scootern fahren?

Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.

Braucht man einen Führerschein?

E-Scooter dürfen ohne Führerschein bedient werden. Wer den Roller aber selbst besitzt, braucht eine spezielle Versicherung – siehe unten.

Muss ich einen Helm tragen?

Die Roller müssen eine Lenk- oder Haltestange haben, ebenso wie zwei Bremsen, Licht und eine helltönende Glocke. Eine Helmpflicht gibt es allerdings bisher nicht.

Darf man zu zweit E-Scooter fahren?

Nein. Die Roller sind grundsätzlich nur für eine Person zugelassen – wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld.

Darf ich angetrunken E-Roller fahren?

Die Polizei weist darauf hin, dass für E-Scooter dieselbe Promille-Grenze wie beim Auto gilt – nämlich 0,5 Promille laut Straßenverkehrsgesetz. Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt, begeht auch ohne Auffälligkeiten eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid, wenn er erwischt wird. Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat.

Wo darf man die Roller abstellen?

Laut Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung überall da, wo auch Fahrräder stehen dürfen – also auf Gehwegen, Plätzen und in Fußgängerzonen. Allerdings nur dann, wenn Fußgänger dadurch nicht behindert werden.

Brauche ich für meinen eigenen E-Scooter eine Versicherung?

Ja. Öffentliche Straßen dürfen damit nur dann genutzt werden, wenn der Roller eine gültige Versicherungsplakette für Elektrokleinstfahrzeuge besitzt, ähnlich wie beim Mofa. Das gilt für alle E-Scooter, die mindestens sechs Kilometer pro Stunde fahren können. Voraussetzung ist die Allgemeine Betriebserlaubnis, die die Hersteller beim Kraftfahrt-Bundesamt beantragen müssen.

Ärzte warnen: Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen!

Schürfwunden, Kopfverletzungen, Knochenbrüche: Die Verletzungen, die durch Unfälle mit E-Scootern entstehen können, sind nicht zu unterschätzen. Besonders die unsichere Position des Fahrers sehen Mediziner als Hauptrisiko an.