Konzertierte Aktion in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen

Razzia gegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung in drei Bundesländern

Großrazzia in NRW (Symbolfoto)
Großrazzia in NRW (Symbolfoto)
© dpa, Christoph Reichwein (crei), crei kay

06. Oktober 2021 - 9:01 Uhr

Über 1.000 Polizisten im Einsatz

Bei einer Großrazzia gegen Geldwäsche und organisierte Kriminalität hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Wohnungen und Büros durchsucht und zehn Haftbefehle vollstreckt. Mehr als Tausend Polizeikräfte seien im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen richteten sich gegen Mitglieder eines international agierenden Geldwäsche-Netzwerkes. Ziel sei es, Beweismittel und illegale Vermögenswerte zu beschlagnahmen.

Zehn Menschen verhaftet

Weitere Details will die Staatsanwaltschaft Düsseldorf im Lauf des Tages bekanntgeben. Eine Zentralstelle für die Verfolgung organisierter Kriminalität bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf führt laut Mitteilung die Ermittlungen, die sich gegen Mitglieder eines sogenannten Hawala-Netzwerkes richten.

Beim Hawala-Banking können Kunden gegen eine Provision große Summen ins Ausland überweisen. Solche Finanztransfers sind in Deutschland nur mit Zustimmung der Bankenaufsicht erlaubt. 80 Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäftsobjekte seien durchsucht worden. Die Haftbefehle gegen zehn Beschuldigte seien im Vorfeld erwirkt und am Mittwoch vollstreckt worden, hieß es in der Mitteilung.

Angeblich sollen die Geldschleuser mehr als 100 Millionen Euro aus illegalen Geschäften in die Türkei und nach Syrien transferiert haben. Das berichtet der WDR. Das Geld stammt demnach unter anderem aus dem Drogenhandel und soll in Syrien teilweise auch zur Terrorfinanzierung benutzt worden sein.(dpa)