Gigant der Meere weitgehend unerforscht

Riesenkalmar an Strand angespült - Forscher stehen vor Rätsel

Riesenkalmar am Strand in Südafrika angespült
Riesenkalmar am Strand in Südafrika angespült
© Twitter, Wayne Florence (Iziko Museums)

19. Juni 2020 - 11:37 Uhr

Südafrika: Gefundener Riesenkalmar über vier Meter groß

"What the …?" Ungefähr das müssen sich die Strandspaziergänger gedacht haben, die in der vergangenen Woche einen Riesenkalmar in der Brittania Bay in Südafrika fanden. Der Meeresbiologe Wayne Florence teilte auf Twitter Aufnahmen von dem Tier – und versuchte einige der vielen Fragen zu dem spektakulären Fund zu klären. 4,19 Meter groß sei das nicht ausgewachsene Tier groß, so der Forscher. Doch viele andere Fragen sind auch für Wissenschaftler immer noch ein Rätsel. Was der Unterschied zwischen Riesenkalmaren, Oktopussen und anderen Tintenfischen ist, erklären wir hier.

Im Video: Riesenkalmare und Oktopusse - geheimnisvolle Lebewesen

Riesenkalmare sind größte wirbellose Tiere der Welt

Der größte je gefundene Riesenkalmar war fast 18 Meter lang, wie "National Geographic" berichtet. Die Tiere sollen tief in den Ozeanen leben, erst 2004 gelang es japanischen Forschern erstmals Aufnahmen eines lebenden Exemplars zu machen. Über die Lebensräume der Riesenkalmare und wie weit sie sich fortbewegen, ist kaum etwas bekannt. Die fünf mysteriösesten Funde aus der Tiefsee haben wir hier für Sie zusammengestellt.

"Es ist unklar, warum dieses Tier angespült wurde", erklärt Florence auf Twitter zum Risenkalmar-Fund an Südafrikas Küste. Es sei in großartigem körperlichem Zustand und offenbar unverletzt gewesen. Der Meeresbiologe leitet die Sammlung für wirbellose Meerestiere am dortigen Iziko Museum. "Wir hoffen, dass wir verstehen können, wie das passiert, in dem wir solche Tiere der Wissenschaft zugänglich machen", erklärt Wayne Florence. Obwohl das Museum seit über 200 Jahren besteht, sei dieses Exemplar erst der 19. Riesenkalmar in der Sammlung des Museums, erklärte der Meeresbiologe in lokalen Medien. Demnach stammt der erste Architeuthis dort aus dem Jahr 1972. Der Meeresgigant vom Brittania Bay ist also ein Glücksfund für die Wissenschaft.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Im Video: Oktopus ändert in Sekundenschnelle seine Farben