Unterwasserwelt

Riesenkalmar, Oktopus, Sepien - das sind die Unterschiede

17. Juni 2020 - 8:53 Uhr

Was denn nun?

Tiere mit vielen Armen heißen Krake, richtig? Oder doch Oktopus? Aber warum stehen im Restaurant oft Calamaris auf der Speisekarte? Und was zeichnet einen Riesenkalmar aus – wie diesen hier, der am Strand einer südafrikanischen Bucht angespült wurde? Es ist verwirrend – die genauen Unterschiede der sogenannten Kopffüßer sollen aber hier Aufklärung finden. Warum gerade die Riesenkalmare Forscher immer noch vor Rätsel stellen, erklären wir im Video.

Im Video: Oktopus ändert seine Farbe

Zu Beginn ist es wichtig zu wissen: Alle genannten Tiere sind Tintenfische. So heißt die Unterklasse der Kopffüßer. Doch innerhalb dieser Tintenfische gibt es eben eine ganze Menge verschiedener Arten.

Kalmare

Riesenkalmar in Südafrika (Brittania Bay)
Riesenkalmar am Strand in Südafrika angespült
© Twitter, Wayne Florence (Iziko Museums)

Kalmare leben freischwimmend in Tiefen von rund 100 Metern. Der Körper des Kalmars misst ohne Kopf und Arme einen halben Meter bei einem Gewicht zwischen eineinhalb und zwei Kilogramm. Besonders auffällig sind seine zehn Fangarme, die mit Saugnäpfen besetzt sind. Zwei von ihnen sind deutlich länger – sie deinen dem Beutefang von Krebsen, Schnecken, Muscheln und kleinen Fischen.

Während wir in Deutschland ganz simple Tintenfischringe im Lokal bestellen, heißt es in der italienischen Karte etwas präziser "Calamari fritti". Der größte je gefunden Riesenkalmar war übrigens fast 18 Meter lang, wie "National Graphic" berichtet. Erst vor wenigen Tagen wurde ebenfalls ein Kalmar in der Brittania Bay in Südafrika gefunden -  dieser soll 4,19 Meter groß gewesen sein.

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Krake oder Oktopus

Tintenfisch Paul, Fußball-Orakel des Sea Life in Oberhausen, schwimmt am Dienstag (06.07.2010) in seinem Aquarium umher. Bei der Fütterung, bei der je eine Muschel in zwei Plexiglasboxen gegeben werden, die mit einer Deutschlandfahne bzw. mit einer s
Krake Paul wurde als Fußball-WM-Orakel berühmt
© dpa, Roland Weihrauch

Kulinarisch betrachtet hat sich der deutsche Name kaum durchgesetzt – niemand bestellt einen Krakensalat im Restaurant. Deutlich gängiger ist die Bezeichnung Pulposalat oder eben Salat vom Oktopus. Kraken werden also häufig Oktopusse genannt und haben nur acht Arme (octo=acht).

Sepien

Ein Tintenfisch in seinem Element. Die Kopffüßer kommen in Arten von einem Zentimeter bis zu 20 Meter Länge vor. Ihren Namen haben sie von ihrem tief dunkelbraunen Sekret, das sie bei Gefahr mittels der Tintendrüse ausstoßen.
Tintenfisch haben ihren Namen von dem Sekret, dass sie bei Gefahr ausstoßen
© B8000 Black Star

Sepien besitzen wie die Kalmare zehn Fangarme und haben einen oval bis rund geformten Körper. Anders als der Kalmar, der frei im Wasser schwimmt, halten sich die Sepien in Bodennähe auf und ernähren sich von Fischen und Krebsen.

Also wenn es das nächstes Mal zu Verwirrung kommen sollte: Tintenfisch heißen sie alle. Der Oktopus hat nur acht Arme, Sepien und Kalmare haben zehn, wobei zwei Arme beim Kalmar deutlich länger sind. Eigentlich ganz einfach, oder?