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Polizei warnt vor Betrügern: Darum sollten Sie keine Pakete für Fremde annehmen

Hilfsbereitschaft wird oft ausgenutzt

Polizei warnt vor Betrügern: Darum sollten Sie nie Pakete für Fremde annehmen

 Winden Themenbild - Deutsche Post, DHL, Brieftraeger, Postbote Themenbild - Deutsche Post, DHL, Brieftraeger, Postbote 23.02.2019 Brieftraeger beim Post austragen und Paket scannen Symbolbild, Themenbild, Featurebild *** Winches Topic picture Deutsc
Pakete für einen Nachbarn annehmen? Nur, wenn Sie die Person auch wirklich kennen!
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Paket für Nachbarn annehmen: Darum ist Vorsicht geboten!

"Können Sie ein Paket für den Nachbarn annehmen?“ Bei dieser Frage sollten Sie hellhörig werden. Denn die Polizei warnt immer wieder vor einer Masche, mit der Kriminelle die Hilfsbereitschaft der Nachbarn ausnutzen.

Wer kennt die Situation nicht: Es klingelt, vor der Tür steht ein Paketbote, der unbedingt die Lieferung für einen anderen Hausbewohner loswerden will. Ob man nicht schnell unterschreiben könne? Er werfe zur Sicherheit auch einen Zettel in den Briefkasten des Nachbarn, verspricht der Bote. Und tatsächlich dürften die meisten Menschen das Paket annehmen – aus Hilfsbereitschaft oder weil man hofft, die Nachbarn mögen in der Situation ebenso handeln, wenn man selbst nicht zuhause ist.

Paket-Betrüger nutzen Hilfsbereitschaft aus

Doch genau dieses Verhalten machen sich Kriminelle mit einer fiesen Masche zunutze, warnt das Landeskriminalamt Berlin. Die Behörde mahnt zur Vorsicht bei der Annahme von Paketen - zumindest, wenn man den Empfänger gar nicht kennt. "Wenn Ihnen die Person persönlich bekannt ist, wird sich der Nachbar über Ihre Hilfsbereitschaft freuen und Ihnen dankbar sein", schreibt das Landeskriminalamt auf seiner Webseite. Doch wenn man den Namen nicht direkt zuordnen kann, sollte man skeptisch sein: Hinter dem vermeintlichen Nachbarn könnten Betrüger stecken.

Paket-Betrug: So funktioniert die Bestell-Masche

Die Masche funktioniert so: Die Kriminellen bestellen Waren unter falschem Namen und schicken diese an eine fremde Adresse, bevorzugt leer stehende Wohnungen in großen Wohnblöcken. Damit der Post-Zusteller weiß, wo er klingeln muss, präparieren die Betrüger den Briefkasten mit dem falschen Namen, unter dem die Buchung aufgegeben wurde. Wenn der Bote klingelt, öffnet natürlich niemand die Tür. In der Regel versucht er anschließend bei einem anderen Hausbewohner sein Glück, und viele dürften die Lieferung tatsächlich annehmen - aus bereits genannten Gründen. Der Bote wirft anschließend die Benachrichtigungskarte in den präparierten Briefkasten und setzt seine Route fort.

Nun kommt wieder der Betrüger ins Spiel: Mit Hilfsmitteln verschafft er sich Zugang zum Briefkasten oder er fischt die Benachrichtigungskarte direkt durch den Schlitz heraus. Anschließend klingelt er bei der Person, welche das Paket angenommen hat und gibt sich als unbekannter Nachbar aus. Die Begründungen sind mitunter kreativ: "Er benutzt neben einem falschen Namen auch Begründungen wie 'man sei gerade neu eingezogen', 'man betreue während Urlaubsabwesenheit oder Krankenhausaufenthalt die Wohnung' oder 'man sei vom Empfänger beauftragt, das Paket abzuholen'. Sie dienen einzig dem Zweck, Ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Aushändigung zu zerstreuen", warnen die Polizeibeamten. Die meisten dürften darauf reinfallen, immerhin ist man froh, das Paket aus der eigenen Wohnung zu haben.

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Hilfsbereitschaft kann teuer werden

Für den nichtsahnenden Nachbarn kann diese Masche jedoch Folgen haben, warnt die Polizei. Denn die Ware könnte womöglich noch gar nicht bezahlt sein. Durch die Unterschrift beim Paketboten sei man jedoch der letzte namentlich bekannte und nachvollziehbare Empfänger, sodass man im Fall von Problemen zivilrechtlich belangt werden könnte.

"In den letzten Jahren ist es zu einem kontinuierlichen Anstieg des Bestellbetruges gekommen", so die Polizei. Die Beamten raten deshalb: "Bleiben Sie bei aller Nachbarschaftshilfe und Freundlichkeit misstrauisch, achten Sie auf zusätzlich angebrachte Namen an Hausbriefkästen oder leeren Wohnungen und informieren Sie bei Auffälligkeiten die Polizei oder Ihre/n Hausverwaltung/ Hauswart."

Quelle: Landeskriminalamt Berlin

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de .