Brutaler Mord in Texas

Paketbote entführt und tötet Mädchen (7) – Verdächtiger: "Bekam Panik nach Unfall"

Athena (7) getötet Texas
Die siebenjährige Athena wurde offenbar kurz nach ihrer Entführung getötet.
Facebook / Maitlyn Presley Gandy / Texas Dept. of Public Safety

Zwei Tage lang suchte Maitlyn Gandy (26) verzweifelt nach ihrer Tochter Athena, dann war klar: Die Siebenjährige aus dem 500-Einwohner-Ort Paradise (US-Bundesstaat Texas) lebt nicht mehr. Ein Paketbote soll sie entführt und getötet haben. Nach seiner Festnahme lieferte der Verdächtige Tanner H. den Ermittlern schockierende Details zur Tat.

Fedex-Fahrer lieferte Familie Paket, als Athena verschwand

Als Athena am Mittwoch nicht mehr in ihrem Zimmer war, glaubten zunächst alle, sie sei nur weggelaufen. Doch das Mädchen tauchte nicht wieder auf. Tanner H. geriet ins Visier der Ermittler: Ein Zeuge erklärte, der Fahrer des Logistikunternehmens Fedex habe der Familie zum Zeitpunkt von Athenas Verschwinden ein Paket geliefert. Freitag fanden Rettungskräfte die Leiche der Siebenjährigen rund 14 Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt.

Mutter des getöteten Mädchens: Athena war die "glücklichste Seele"

"Athena war so unschuldig, schön, freundlich, intelligent und einfach die klügste, glücklichste Seele, die man sich vorstellen kann“, schreibt Maitlyn Gandy in Social-Media-Beiträgen. "Ich möchte nicht, dass sie als Mädchen in Erinnerung bleibt, das von einem Monster ermordet und weggeworfen worden ist. Ich möchte, dass jeder einzelne Mensch auf dieser Welt weiß, dass sie mein Baby ist und mir mein Baby genommen wurde."

Die 26-Jährige hofft, dass möglichst viele Menschen ihre Postings teilen. Weil "der Prozess gegen das riesige Monster, das sie mir genommen hat", auch in einem anderen Teil von Texas stattfinden könnte. "Ich möchte nicht, dass der Bastard, der mir mein Baby genommen und es brutal ermordet hat, in irgendeine Stadt, Gemeinde, Landkreis, Staat oder Land geht, ohne dass jeder Einzelne ihr Gesicht kennt", schreibt sie.

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Mord in Texas: Paketbote erwürgte Mädchen wohl in seinem Lieferwagen

Zur Todesursache der kleinen Athena machten die Ermittler noch keine Angaben. Aus dem Haftbefehl gegen Tanner H. geht hervor, dass er den Behörden umfangreiche Details zum Tathergang liefern konnte. Als der Fedex-Bote ein Paket auslieferte, fuhr er das Mädchen demnach versehentlich an. Weil sie drohte, den Vorfall ihrem Vater zu erzählen, nahm H. das Mädchen mit in seinen Lieferwagen, wo er sie aus Panik erwürgt habe – mit bloßen Händen. Das berichtet die britische „Daily Mail“. Der Verdächtige konnte die Ermittler demnach außerdem zum Ablageort der Leiche führen, rund 15 Autominuten südwestlich des Tatortes.

Tanner H. ist wegen Kapitalverbrechens und besonders schwerer Entführung angeklagt. Er sitzt im Gefängnis; die Kaution gegen ihn wurde auf 1,5 Millionen Dollar (rund 1,4 Millionen Euro) festgesetzt. Eine Verbindung zu Athena und ihrer Familie hatte er offenbar nicht. In der kommenden Woche soll der Fall an den zuständigen Bezirksstaatsanwalt übergeben werden, gaben die texanischen Behörden bekannt. „Aufgrund des Alters des Kindes und weil es eine Entführung war, werden wir die Todesstrafe verfolgen“, sagte Sheriff Lane Atkin. (bst/jak)