Starke Immunreaktion

Oxford-Studie: Dritte AstraZeneca-Impfung erzeugt deutlich mehr Antikörper

Die Auffrischungsimpfung ist umstritten - den Ergebnissen der britischen Forscher nach zu urteilen aber sinnvoll.
Die Auffrischungsimpfung ist umstritten - den Ergebnissen der britischen Forscher nach zu urteilen aber sinnvoll.
© dpa, Ronny Hartmann, pil

30. Juni 2021 - 8:11 Uhr

Bei einem Impfabstand von 45 Wochen deutlich stärkere Immunreaktion

Aktuell liegt der Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung mit AstraZeneca im Schnitt bei etwa zwölf Wochen. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität Oxford in England ist die Reaktion des Immunsystems jedoch deutlich stärker, wenn zwischen den beiden Impfungen bis zu 45 Wochen liegen. Dementsprechend führt eine Drittimpfung, die zur zweiten einen Abstand von circa einem halben Jahr hat, zu einer Verstärkung der Immunität gegen Corona.

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Anstieg der Antikörper auch gegen Virusvarianten

Laut der Forscher erzeugte eine Drittimpfung mit einem Abstand von sechs Monaten einen erheblichen Anstieg der Antikörper im Blut und somit eine erhöhte Immunreaktion – nicht nur gegen den Urtypen, sondern auch gegen Virusvarianten.

Lese-Tipp: Biontech, AstraZeneca und Co.: Wie gut schützen die Corona-Impfstoffe vor der Delta-Variante?

Dritte AstraZeneca-Impfung bisher nicht notwendig

Ob eine dritte Impfung mit AstraZeneca notwendig ist, ist jedoch durch diese Ergebnisse nicht eindeutig klar, da die Zweitimpfung nach aktuellem Kenntnisstand ausreichend gegen das Coronavirus schützt, auch gegen die Virusvarianten. Wenn Impfstoffe für Drittimpfungen, etwa in Großbritannien aufgrund der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante, genutzt würden und somit in anderen Länder keine Impfdosen mehr für Erst- oder Zweitimpfungen verfügbar wären, sei dies keine Option. (jos)

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