Wettlauf gegen die Zeit

Ohrenentzündung entpuppt sich als Leukämie: Jetzt braucht Winnie (1) die lebensrettende Behandlung

Winnie (1) hat Leukämie. Ihre letzte Chance ist eine teure Behandlung in Singapur.
Winnie (1) hat Leukämie. Ihre letzte Chance ist eine teure Behandlung in Singapur.
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12. Mai 2022 - 22:56 Uhr

Die kleine Winnie Impey aus Nottingham in England kam mit gerade einmal elf Monaten mit starken Kieferschmerzen ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten zunächst, es sei nur eine Ohrenentzündung, doch dann folgte die Schockdiagnose: Winnie hat eine aggressive Form der Leukämie. Ihre einzige Chance ist eine fast 600.000 Euro teure Behandlung, die sich ihre Eltern Lucy (35) und Luke (38) unmöglich leisten können. Der Kampf gegen die Zeit beginnt.

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Winnie kämpft tapfer gegen ihre Krankheit

Zunächst bemerkte Winnies Mama Lucy nur, dass der Zahn ihrer Tochter in einem seltsamen Winkel wuchs und ihr Kiefer geschwollen war. Sie ging daraufhin zum Arzt. Der erste Verdacht der Ärzte: eine Ohrenentzündung. Doch es war Blutkrebs.

"Im Juni letzten Jahres wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert. In Großbritannien gibt es etwa 15 Kleinkinder pro Jahr, bei denen Leukämie diagnostiziert wird", erklärt Lucy Impey gegenüber Metro.

Als die schreckliche Diagnose klar war, bekam die kleine Winnie eine Chemotherapie, eine Immuntherapie und sogar eine Knochenmarktransplantation. Erst sah es vielversprechend aus und die Eltern schöpften Hoffnung, doch im April dieses Jahres dann der erneute Schock: der Krebs war zurück.

"Uns wurde plötzlich gesagt, dass er nicht nur zurückgekommen ist, sondern dass er sich verändert hat. Uns wurde gesagt, dass ihre Überlebenschance ohne diese Behandlung sehr gering ist", erinnert sich Lucy.

Lucy, Luke und Tochter Winnie
Lucy und Luke versuchen alles, um ihrer kleinen Tochter die lebenswichtige Behandlung zu ermöglichen.
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Lucy und Luke versuchen alles, um ihrer kleinen Tochter die notwendige Behandlung zu ermöglichen

Die Behandlung, von der die Ärzte sprachen, ist die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie in Singapur, die rund eine halbe Million Pfund kostet. Doch auf den möglichen Lichtblick folgte für Winnies Eltern gleich die nächste Hiobsbotschaft. Denn Lucy und ihrem Mann Luke wurde mitgeteilt, dass die Krankenkasse keine weitere Behandlung mehr finanzieren werde. Aber das Ehepaar weigert sich, diesen Rückschlag einfach so hinzunehmen.

Lehrerin Lucy und ihr Mann Luke wollen nichts unversucht lassen, um das Leben ihrer Tochter zu retten und sehen sich nun gezwungen, eine Hypothek auf ihr Haus aufzunehmen.

"Ich weiß, dass diese Behandlung für andere funktioniert hat und ich muss ihr diese Chance geben. Ich kann mein Baby nicht verlieren", so die 35-Jährige.

Aus diesem Grund haben die verzweifelten Eltern eine Spendenseite ins Leben gerufen, auf der bereits 50.000 Pfund zusammengekommen sind. "Ich bin so dankbar für jeden, der uns dabei unterstützt, zum Ziel zu gelangen", sagt Lucy.

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Mit nur elf Monaten wurde bei der kleinen Winnie aus England Leukämie diagnostiziert.
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Nächsten Monat feiert Winnie ihren zweiten Geburtstag

Winnie selbst ist eine wahre Kämpferin und hat sich nie unterkriegen lassen. Sie ist ein lebendiges Mädchen und wird auch in Zukunft Stärke beweisen, ist sich ihre Mama sicher. "Sie ist ein echter Wirbelwind mit einem großen Sinn für Humor und sie liebt es, mit ihrer Familie zusammen zu sein und neue Dinge zu entdecken."

Die Therapie soll bereits nächsten Monat beginnen. (kko)

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