Jetzt äußern sich die Eltern

Nach Auseinandersetzung: Sechsjähriger schießt auf seine Lehrerin

Schüler (6) schießt auf seine Klassenlehrerin Eltern verteidigen sich
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Eltern verteidigen sich
Schüler (6) schießt auf seine Klassenlehrerin

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Es handelt sich beim dem Vorfall in Newport News (Virginia, USA) leider um keinen Unfall: Ein Sechsjähriger schießt Anfang Januar nach einem Streit gezielt auf seine Lehrerin. Der Schuss geht durch ihre Hand, in die Brust und verletzt sie lebensgefährlich. Jetzt melden sich zum ersten Mal die Eltern des Jungen zu Wort.

Nach Schuss-Drama in Virginia: „Wir werden unsere Abwesenheit an diesem Tag für den Rest unseres Lebens bereuen“

Nach einem Streit mit seiner Lehrerin Abby Zwerner soll der Junge in seinen Rucksack gegriffen und ein Waffe rausgeholt haben. Dann „richtete er sie auf sie und feuerte eine Runde ab. [...] Es gab keinen körperlichen Kampf oder Kampf“, erzählt Polizeichef Steve Drew wenige Tage nach der Tat. Die angeschossene Lehrerin soll daraufhin trotz ihrer Schusswunde in der Brust alle Kinder aus dem Klassenraum gebracht und sich dann erst auf die Suche nach Hilfe für sich begeben haben. Die restlichen Schüler aus der Grundschule wurden in die Turnhalle evakuiert – verletzt wurde von ihnen niemand.

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Jetzt melden sich zum ersten Mal die Eltern des Jungen: „Unser Mitgefühl geht an die Lehrerin unseres Sohnes und wir beten für ihre Heilung nach einer so unvorstellbaren Tragödie, als sie unserem Sohn und den Kindern in der Schule selbstlos diente“, heißt es in der Erklärung, die sie über ihren Anwalt herausgeben lassen.
Der Sechsjährige soll an einer Behinderung leiden und unter einem Betreuungsplan an der Schule stehen. Dieser sieht vor, dass seine Mutter oder sein Vater mit ihm die Schule besucht und jeden Tag zum Unterricht begleitet. Am Tag der Schießerei ist das aber nicht so. „Wir werden unsere Abwesenheit an diesem Tag für den Rest unseres Lebens bereuen.“

Schule vorerst geschlossen

Die Waffe wurde legal von der Mutter des Sechsjährigen gekauft. Die Familie erklärt, dass die Waffe gesichert aufbewahrt worden war. Wie das Kind trotzdem an sie kommen konnte, ist bisher nicht geklärt. In Virginia ist es eine Ordnungswidrigkeit, wenn ein Erwachsener eine geladene, ungesicherte Schusswaffe so zurück lässt, dass sie ein Kind unter 14 Jahren gefährden könnte.
Die Schule ist seit dem Vorfall geschlossen und soll frühestens zum 30. Januar für Schüler und Lehrer die Türen öffnen. (npa)