Neues Update

Corona-Warn-App läuft jetzt endlich auch mit älteren Handys

10. Februar 2021 - 11:41 Uhr

Ältere Handys konnten App bislang nicht installieren

Millionen von Nutzern konnten bislang die Corona-Warn-App nicht laden, da ihr Smartphone zu alt war. Beim iPhone musste das Betriebssystem iOS 13.5 installiert sein. Mit einem neuen Update ändert sich das nun.

Mit iOS 12.5 kompatibel

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle genutzt werden. Möglich macht das ein neues Update. Mit der Version 1.12 ist die App auch mit dem älteren Betriebssystem iOS 12.5 kompatibel. Bedeutet, die App funktioniert jetzt auch auf:

  • dem iPhone 5s,
  • dem iPhone 6 und
  • dem iPhone 6 Plus

Schätzungsweise sind in Deutschland noch bis zu 1,7 Millionen solcher Geräte in Gebrauch.

Das neueste Update der App wird schrittweise über mehrere Tage zum Download zur Verfügung gestellt. iOS-Nutzerinnen und Nutzer können sich die aktuelle Version im App-Store von Apple herunterladen. Es kann allerdings mehrere Stunden lang dauern, bis die aktualisierte App sichtbar wird.

Bei Android-Handys funktioniert die App ab Android 6 Marshmallow. Das Betriebssystem wurde 2015 veröffentlicht.

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Diese Funktionen sind in der Corona-Warn-App neu

Neu in der App-Version 1.12 ist auch eine Begegnungshistorie, die Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen soll, das eigene Risiko besser einzuschätzen. Auf der Startseite der App wird im Falle mehrerer Risikobegegnungen nur das Datum der jüngsten Begegnung angezeigt. In der Begegnungshistorie werden nun auch die Tage der anderen Begegnungen aufgelistet.

Das ebenfalls integrierte Kontakt-Tagebuch diene hingegen als private Gedächtnisstütze und laufe unabhängig vom Kontakt-Tracing-System der Corona-Warn-App, betonten die App-Macher.

Doch auch beim Kontakt-Tracing-System gibt es noch Luft nach oben. Denn derzeit will jeder Dritte sein Test-Ergebnis nicht in der App teilen, so eine aktuelle Bitkom-Umfrage. Daher plädiert der Digitalverband für einen Automatismus. "Die Ergebnisse sollten automatisch vom Labor in die App geladen werden, dass alle Kontakte auch automatisch gewarnt werden und hier die Anonymität des Nutzers gewahrt bleibt.", erklärt Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Die App wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal in den Stores von Apple und Google heruntergeladen. Da nicht alle Anwender die App noch weiterhin nutzen, liegt die Zahl der aktiven Anwender unter diesem Wert. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen weiterhin genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.

Quelle: DPA / RTL.de