Den Kaffee-Konsum lieber runterfahren?

Neue Studie zeigt: Zu viel Kaffee erhöht Demenzrisiko

Kaffee soll laut einer Studie schädlicher sein, als bisher angenommen...
Kaffee soll laut einer Studie schädlicher sein, als bisher angenommen...
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26. Juli 2021 - 15:46 Uhr

Zu viel Kaffee hat negative Auswirkungen auf unser Gehirn

Trinken Sie mehr als sechs Tassen Kaffee am Tag? Das könnte problematisch sein. Eine neue Studie hat nämlich herausgefunden, dass das Trinken von zu viel Kaffee unser Gehirn schrumpfen lässt und das Risiko, an Demenz zu erkranken, deutlich erhöht. Wie viel Kaffee ist jetzt noch gesund?

Machen die Ergebnisse der Studie Grund zur Sorge?

Es ist wohl mit das beliebteste Getränk überhaupt und für die meisten Menschen ein echter Genuss: Kaffee. Häufig wird er auch mit einem verringerten Risiko von Krankheiten in Verbindung gebracht. Aber eben nicht immer. Forscher der University of South Australia haben nun die Auswirkungen, die Kaffee auf unser Gehirn haben kann, untersucht. Mehr als 17.700 Teilnehmer im Alter von 37 und 73 Jahren wurden dabei als Probanden in der Studie, die in der Fachzeitschrift Nutritional Neuroscience veröffentlicht wurde, herangezogen. Das Ergebnis ist überraschend: Die Teilnehmer, die mehr als sechs Tassen pro Tag konsumierten, haben ein um 53 Prozent erhöhtes Risiko, an Demenz zu erkranken. Zudem wiesen sie ein kleineres Gesamtgehirnvolumen auf. Und jetzt? Müssen Sie in Zukunft auf Ihren geliebten Kaffee verzichten? Nein, zum Glück nicht. Gesunde Erwachsene sollten ihren täglichen Kaffeekonsum allerdings auf etwa vier bis fünf Tassen begrenzen. Das wären laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit etwa 400 Milligramm Koffein pro Tag.

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Ein gesundes Mittelmaß ist wichtig

Die Untersuchung, die sich auf die Zusammenhänge zwischen Kaffee, Gehirnvolumen und Demenzrisiken bezieht, ist die größte und umfangreichste ihrer Art. Sie wurde am "South Australian Health and Medical Research Institute" durchgeführt. Kitty Pham, die Hauptautorin der Studie, ist Doktorandin an der University of South Australia und hat das internationale Forscherteam geleitet. Die Ergebnisse sollen vor allem auf das Risiko eines übermäßigen Konsums hinweisen: "Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken der Welt. Doch bei einem weltweiten Konsum von mehr als neun Milliarden Kilogramm pro Jahr ist es entscheidend, dass wir mögliche gesundheitliche Auswirkungen verstehen", erklärt sie in einer Stellungnahme. Laut Kollegin und der Direktorin des australischen Centre for Precision Health, Elina Hyppönen, ist – wie bei so vielen Dingen im Leben – ein gesundes Mittelmaß der richtige Weg.

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