Zutritt verboten!

2G-Regel im Einzelhandel: Supermärkte können Ungeimpfte aussperren

16. Oktober 2021 - 9:01 Uhr

Neue 2G-Regelungen in Hessen

In Hessen dürfen jetzt auch alle Einzelhändler entscheiden, ob sie die 2G-Regel anwenden wollen und damit nur noch Corona-Genesene und Geimpfte in ihr Geschäft lassen. Dazu gehören auch Supermärkte, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden bestätigte.

Bislang gab es für Supermärkte keine Zutrittsbeschränkung

Es kann sein, dass man in Hessen zukünftig nur noch mit einem gültigen Impfzertifikat oder mit einem Genesenen-Nachweis Lebensmittel einkaufen kann. Für Ungeimpfte kann es da schwierig werden. Denn seit dieser Wochen dürfen sich auch Einzelhändler für das sogenannte 2G-Optionsmodell entscheiden. Das heißt: Auch Supermärkte dürfen Ungeimpfte aussperren.

Das bestätigte die hessische Staatskanzlei der BILD Zeitung. "Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). "Das heißt dann aber auch, dass ohne 2G weiter die Abstands- und die Maskenpflicht gelten."

Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei betont im Interview mit RTL: "Die hessische Landesregierung wünscht sich nicht 2G, weil wir da die Menschen, die sich nicht impfen lassen können, bei 2G ausschließen, aber wir haben die Möglichkeit freiwillig eingeräumt." Mit der Regelung wolle Wintermeyer vor allem das hessische Gesundheitssystem schützen.

Für Supermärkte galt bislang keine Zugangsbeschränkung, um allen Menschen die Möglichkeit der Grundversorgung zu gewähren. (mlu)