Auch heute stehen die Menschen hier an der Universität in Canterbury Schlange , um sich vorsorglich Antibiotikum abzuholen . Wegen des großen Andrangs wurden kurzfristig noch drei weitere Anlaufstellen in der Stadt eröffnet . Wir haben ein bisschen Angst , weil wir ein paar Leute kennen , die in Kontakt gekommen sind . Ich war am 5. März im Club Chemistry feiern und jeder , der an dem Wochenende da war , soll sich Antibiotikum besorgen . Deswegen bin ich hier . Club Chemistry ist eine Großraumdisco in Canterbury . Man geht davon aus , dass sich viele Studenten hier angesteckt hatten , indem sie Vapes miteinander teilten . Eine Meningitis , auch Hirnhautentzündung genannt , wird durch Bakterien übertragen und kann deswegen leicht mit Antibiotika behandelt werden , wenn sie denn früh erkannt wird .
Wenn aber die Phase erst mal weitergegangen ist und es zu weiteren Symptomen kommt , kleinen Blutungen auf der Haut , vielleicht sogar schon Sepsis oder Vorstufen einer Sepsis , Blutvergiftung , Nackensteife wenn das alles schon dazu kommt , dann ist es natürlich schwer und muss unbedingt ganz schnell intensivmedizinisch behandelt werden .
Sonst kann die Krankheit zum Tod führen . Wie bei der 18-jährigen Schülerin Juliette . Sie ist eins von bisher zwei Todesopfern . Während ein möglicher Fall nun auch in London aufgetaucht ist , geben die Behörden zumindest für Canterbury erstmal Entwarnung und sagen , die Situation sei hier vorerst unter Kontrolle . Trotzdem hat die Universität alle Prüfungen erst mal online gelegt und zwei Partys auf dem Campus wurden abgesagt . Der britische Gesundheitsminister will jetzt ein gezieltes Impfprogramm für Studierende in Canterbury starten , das auch auf den Rest des Landes ausgeweitet werden könnte .