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Nach Kinderporno-Urteil in Düsseldorf: Es soll keinen neuen Metzelder-Prozess geben

Berufung nur wegen eines Handys

Nach Kinderporno-Urteil: Es soll keinen neuen Metzelder-Prozess geben

 Düsseldorf 29.04.2021 Amtsgericht Verhandlung Prozess wegen Besitz von kinderpornografischen Materials  Christoph Metzelder *** Dusseldorf 29 04 2021 District Court Trial  Christoph Metzelder
Düsseldorf 29.04.2021 Amtsgericht Verhandlung Prozess wegen Besitz von kinderpornografischen Materials Christoph Metze
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Staatsanwaltschaft will Rechtsmittel wegen Formfehler einlegen

Es wird offenbar keinen neuen Prozess geben: Nach dem Urteil gegen Christoph Metzelder soll offenbar nur aus formaljuristischen Gründen Berufung eingelegt werden, wie RTL erfuhr. Dabei geht es um ein Handy des Angeklagten. Der Ex-Fußballprofi ist für die Weitergabe von kinder- und jugendpornografischen Dateien zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Berufung hat nichts mit dem Strafmaß zu tun

Auch die Staatsanwaltschaft bestätigte inzwischen Berufung gegen das Urteil eingelegt zu haben, „da über die Einziehung des Mobiltelefons mit den inkriminierten Dateien nicht entschieden wurde“.

Eigentlich hätte im Urteil vermerkt werden müssen, dass ein beschlagnahmtes Handy von Metzelder nach dem Prozess eingezogen wird. Weil das versäumt wurde, soll nun Berufung gegen das Urteil eingelegt werden, damit das Gerät nicht automatisch als Eigentum zurück an den Ex-Fußballer geht, wenn der Richterspruch rechtskräftig wird. Metzedler hätte sonst wieder Anspruch auf das Handy. Das Gerät war wegen der Dateien darauf als Beweismittel gesichert worden.

Die Berufung ist nach RTL-Informationen reine Pro-Forma-Sache, nur auf das Handy begrenzt und hat nichts mit dem Strafmaß zu tun. Nach RTL-Informationen will Metzelder selbst nicht gegen das Urteil vorgehen und soll auch keinen Anspruch auf das Handy erheben.

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Metzelder legt Teilgeständnis ab

Metzelder hatte während des Prozesses den Besitz und die Weitergabe von insgesamt 18 kinder- und jugendpornografischen Dateien gestanden. Verschickt haben soll Metzelder die Dateien per WhatsApp. Laut Anklage wurden auf seinem 2019 beschlagnahmten Handy 297 Dateien gefunden. Den Besitz dieser Dateien gestand Metzelder nicht.